"Liebe Grüße, die AntiFa": Bürgermobil von Leipziger AfD-Abgeordnetem manipuliert
Borna/OT Zedtlitz - Das Bürgermobil des AfD-Bundestagsabgeordneten Edgar Naujok (66) aus dem Landkreis Leipzig wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag manipuliert. Mutmaßlicher Verursacher soll "die AntiFa" sein. Der Staatsschutz ermittelt.
Unbekannte haben zwischen Montag, 22 Uhr, und Dienstag, 9.30 Uhr, im Bornaer Ortsteil Zedtlitz die Reifen an dem Fahrzeug beschädigt, "was zur Beeinträchtigung der Verkehrstauglichkeit des Fahrzeugs führte", so Polizeisprecherin Therese Leverenz am Mittwochmorgen.
Die Mitarbeitenden von Naujok hatten den Schaden am Dienstag entdeckt. An der Scheibe des Mercedes wurde zusätzlich ein Schreiben hinterlassen, das unter anderem auf den platten Reifen hinweist. Das bestätigte auch die Polizei, ohne näher auf den Inhalt einzugehen.
Das Büro von Naujok teilte auf TAG24-Anfrage Fotos dieses Schreibens. Darauf stand: "Achtung! Lebensgefahr! Keine Luft im Reifen! Denn: Keine Luft für faschistische Hetze. Liebe Grüße, die AntiFa."
Naujok bezeichnete die Beschädigung als "einen inakzeptablen Versuch politischer Einschüchterung". Er betonte am Mittwoch: "Politische Meinungsverschiedenheiten dürfen niemals in Sachbeschädigung und derartige Aktionen münden."
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen
Der Einschüchterungsversuch werde keinen Einfluss auf die politische Arbeit von Naujok und seinem Team haben. "Mein Bürgermobil wird auch in Zukunft für den direkten Austausch mit den Bürgern im Einsatz sein", versicherte der Abgeordnete.
Der 66-jährige Politiker hat Anzeige erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung aufgenommen. "Da die Gesamtumstände der Tat auf eine politische Motivation schließen lassen, hat der polizeiliche Staatsschutz die weiteren polizeilichen Ermittlungen übernommen", so Leverenz.
Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.
Titelfoto: Bildmontage: MdB-Büro Naujok; IMAGO / Future Image
