Ralbitz/Naußlitz (Sachsen) - Am Nachmittag des 18. Oktober wurden zwischen Ralbitz und Naußlitz bei Kamenz mehrere Hundert tote Fische auf einem Feld entdeckt. Nun gibt es einen Verdächtigen.
Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 mitteilt, handelt es sich bei den am Sonntag gegen 15.30 Uhr entdeckten Tieren um etwa 200 bis 300 Katzen- beziehungsweise Zwergwelse.
Ein 52-jähriger Deutscher soll am Sonntag einen angrenzenden Teich abgefischt und dabei auch die betreffenden Fische gefangen haben. Die Ermittlungen führten die Polizei am Mittwochabend zu dem Mann.
"Bei der Art von Fischen (Welse) handelt es sich wohl um eine invasive Art, was bedeutet, dass sie nach dem Fangen nicht mehr zurück ins Becken gegeben werden können", so der Polizeisprecher.
Da zudem keine Möglichkeit bestanden haben soll, die Tiere waidgerecht, also möglichst schmerzarm, zu töten, soll der Verdächtige sie nach Absprache mit dem Pächter des betreffenden Feldes entsorgt und als Nahrung für die Tiere des Waldes zurückgelassen haben.
Polizei ermittelt gegen 52-Jährigen
Gegen den 52-Jährigen wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
Die Fische blieben zunächst am Fundort zurück. Wie mit den Tieren weiter verfahren wird, ist noch offen.
"Eine behördenübergreifende Abstimmung hinsichtlich der Entsorgung wurde initiiert", so der Sprecher.