Ahrensburg - Am Montagmorgen hat ein Mann (32) in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) zwei Menschen mit einem Schwert angegriffen. Eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Jetzt wurde der Tatverdächtige in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Am Dienstag teilte die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Polizei mit, dass der 32-jährige Tatverdächtige einen Tag nach dem Vorfall zunächst einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde.
Dieser ordnete schließlich die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Anhaltspunkte, die darauf hindeuteten, dass sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befand, werden aktuell geprüft.
Am Montag bestätigte ein Sprecher der Polizei gegenüber TAG24, dass es nach ersten Erkenntnissen gegen 9.45 Uhr zu der Attacke im Ostpreußenweg kam.
Dabei wurden eine Frau (43) und ein Mann (54) mit einer Hiebwaffe angegriffen. "Beide sind verletzt worden. Die Frau gilt als lebensgefährlich verletzt", so eine Polizeisprecherin im Gespräch mit einem TAG24-Reporter vor Ort.
Der Mann habe lediglich leichte Verletzungen davongetragen. Laut Mitteilung der Polizei seien die Opfer mit Reinigungsarbeiten in einem Mehrfamilienhaus beschäftigt gewesen, als sich ein Mann mit einem "langen, machetenartigen Schwert" genähert habe.
Die Reinigungskräfte flüchteten in ihr Auto, woraufhin der Tatverdächtige die Scheibe eingeschlagen und die Frau mit dem Schwert verletzt haben soll.
Attacke mit Schwert: Ermittlungen dauern an
Der 54-Jährige kam der Frau zu Hilfe und wurde im Kontakt mit dem Angreifer leicht verletzt. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige. Aufgrund diverser Zeugenhinweise konnte der 32-Jährige allerdings unmittelbar nach der Tat festgenommen werden.
Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Spezialisten der Spurensicherung sicherten vor Ort Beweismittel. Die Mordkommission Lübeck hat den Fall übernommen und ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.
Nach derzeitigem Ermittlungen standen die verletzte Frau und der verletzte Mann in keinem Bekanntschaftsverhältnis mit dem Angreifer.
Auch Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Tat liegen derzeit nicht vor.
Erstmeldung am 7. September um 12.22 Uhr, zuletzt aktualisiert am 8. September um 16.17 Uhr.