Mini-Pistolen aus 3D-Drucker: Arbeitgeber kontrolliert Computer von Mitarbeiter und ruft die Polizei

Wuppertal - Ein Arbeitgeber aus Nordrhein-Westfalen hat im Zuge einer routinemäßigen Kontrolle eine besorgniserregende Entdeckung auf den Firmenrechnern gemacht. Daraufhin rückte die Polizei aus.

Ermittler durchsuchten die Wohnung des Mitarbeiters (55) und beschlagnahmten die 3D-Drucker sowie mehrere Waffen.  © BlaulichtRheinlandNRW/Matthi Rosenkranz

Der Mitarbeiter (55) eines Wuppertaler Betriebs hatte sich über einen Computer Dateien zum Bau von Schusswaffen heruntergeladen, um diese bei sich daheim per 3D-Drucker anfertigen zu lassen, wie Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert gegenüber TAG24 am Dienstag erklärte.

Während besagter Mitarbeiter krankheitsbedingt nicht auf der Arbeit war, kontrollierte der Arbeitgeber dessen Spind, fand dabei eine scharfe Schusswaffe und alarmierte die Polizei, wie aus einer vorherigen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Einsatzkräfte durchsuchten daraufhin die Wohnung des Tatverdächtigen im Stadtbezirk Elberfeld. Als die Ermittler ihren Fuß in die Tür setzten, ratterte gerade einer von zwei 3D-Druckern. Neben beiden Geräten wurden insgesamt drei bereits gedruckte Waffen sowie scharfe Munition beschlagnahmt.

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Bildaufnahmen zeigen mehrere kleinere Pistolen (14 bis 25 Zentimeter lang) und eine Kiste voll mit Waffenbauteilen. Auch zehn erlaubnisfreie Waffen fand die Polizei.

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Diese Pistole wurde mithilfe eines 3D-Druckers erstellt. Dadurch ist sie aber nicht weniger tödlich.  © Staatsanwaltschaft Wuppertal
Eine weitere Waffe, die die Ermittler konfiszierten.  © Staatsanwaltschaft Wuppertal

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Der Beschuldigte hatte sich mithilfe seiner 3D-Drucker bereits ein kleines Waffenarsenal aufgebaut.  © Staatsanwaltschaft Wuppertal

Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es Hinweise darauf, dass der 55-Jährige sich aus politischem Motiv bewaffnen wollte. Er selbst leugnet dies jedoch.

Grund zu dieser Annahme geben die Social-Media-Aktivitäten des Beschuldigten, der in seiner Vergangenheit bereits rechtsextreme Inhalte geliket hat. In seiner Wohnung wurde zudem eine Hakenkreuz-Anstecknadel sichergestellt.

Die Ermittlungen laufen unterdessen weiter. Der 55-Jährige sei nicht vorbestraft.

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Sollte er wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

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