Nach Hacker-Angriff auf Kühlanlagen: Supermarkt muss Waren im Wert von Hunderttausenden Euro vernichten

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Von Mirjam Uhrich

Lilienthal - Von den jüngsten Hacker-Angriffen auf Kühlanlagen in europäischen Supermärkten ist auch Niedersachsen betroffen. So wurde etwa die Kühlkette eines Supermarkts in Lilienthal bei Bremen zeitweise lahmgelegt.

Ein Supermarkt bei Bremen muss nach einem Hacker-Angriff auf Kühlanlagen Waren im Wert von rund 360.000 Euro wegschmeißen.
Ein Supermarkt bei Bremen muss nach einem Hacker-Angriff auf Kühlanlagen Waren im Wert von rund 360.000 Euro wegschmeißen.  © Philip Dulian/dpa

"Wir mussten Waren im Wert von über 360.000 Euro wegwerfen", sagte Inhaber Daniel Breiding. "Es war alles nicht mehr verkaufsfähig."

In dem Supermarkt fielen in der Nacht auf Montag Bedientheken, Kühlhäuser und Tiefkühltruhen aus. Die Anlagen heizten sich auf 30 Grad auf, wie Breiding berichtete. Die Angestellten seien einen Tag lang damit beschäftigt gewesen, Wurst, Käse, Milch- und Tiefkühlprodukte zu entsorgen.

Der Supermarkt hat regulär geöffnet, bis Mittwoch sollen auch alle gekühlten und gefrorenen Lebensmittel wieder im Sortiment sein. 

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"Die Versicherung prüft noch, ob sie für den Schaden aufkommt", sagte Breiding. Er erstattete Anzeige, die Ermittlungen übernimmt die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg. Die Beamten prüfen auch einen weiteren Fall in Diepholz. 

Cyberkriminelle hatten in den vergangenen Tagen unter anderem auch in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden. Auch einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen sind betroffen.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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