Neue Betrugsmasche in Sachsen: Gauner übernehmen WhatsApp-Konten

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Zwickau - Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche - dem sogenannten "Ghost Pairing". Dabei verschaffen die Betrüger Zugriff auf WhatsApp-Konten und setzen vor allem auf Vertrauen und Hilfsbereitschaft.

Die Betrüger schreiben über die WhatsApp-Konten die Kontakte des Geschädigten an und bitten um Geld. (Symbolfoto)
Die Betrüger schreiben über die WhatsApp-Konten die Kontakte des Geschädigten an und bitten um Geld. (Symbolfoto)  © 123RF/dimarik16

Der Polizeidirektion Zwickau wurden seit Mitte August zwölf derartige Fälle aus ihrem Zuständigkeitsbereich gemeldet. Dabei verloren die Betroffenen jeweils zwischen 500 und 615 Euro.

Doch wie kommen die Täter an das Geld? Zunächst verschicken sie über eine bereits gehackte Nummer eine Nachricht mit der Bitte, an einer Abstimmung teilzunehmen - inklusive Link. Dort müssen dann auch persönliche Daten sowie eine Telefonnummer angegeben werden.

Anschließend fordern die Betrüger einen Bestätigungscode an, der auf dem Smartphone des Opfers eingeht. Damit schnappt die Falle zu.

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Denn wer den Code weitergibt, ermöglicht den Kriminellen, das WhatsApp-Konto mit einem weiteren Gerät zu verknüpfen. Die Täter können nun auf die Chats sowie Kontakte zugreifen und sogar selbst Nachrichten verschicken. Und der Betrug wird fortgesetzt.

Doch nicht nur die Links werden verschickt. Des Weiteren werden vermeintliche Nachrichten des Gehackten an seine Kontakte geschickt, in denen eine finanzielle Notlage vorgetäuscht wird. Beispielsweise werde Geld für eine medizinische Behandlung benötigt. Es folgt ein Überweisungslink.

Für den Empfänger besonders gefährlich: Die Nachricht scheint tatsächlich von dem bekannten Kontakt zu stammen, immerhin werden sie tatsächlich über den WhatsApp-Account verschickt. Doch wer über den Link Geld verschickt, sieht dies nicht wieder.

Haltet bei Zweifeln lieber über andere Kommunikationswege Rücksprache mit dem Absender

Am besten sichert Ihr Euer WhatsApp-Konto mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung. (Symbolfoto)
Am besten sichert Ihr Euer WhatsApp-Konto mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung. (Symbolfoto)  © Sven Hoppe/dpa

Die Polizei warnt daher, unerwartet zugesandte Links, QR-Codes und Aufforderungen zur Teilnahme an Online-Abstimmungen oder Sportlerumfragen zu hinterfragen und ihnen nicht blauäugig zu folgen. Auch bei Geldanfragen von Freunden und Bekannten solltet Ihr zunächst über einen anderen Kommunikationsweg Rücksprache halten.

Damit Euer Handy nicht gehackt wird, solltet Ihr niemals einen Kopplungs- oder Bestätigungscode für Euer Gerät freigeben, wenn Ihr die Verknüpfung nicht selbst gestartet habt. Kontrolliert zudem regelmäßig in Eurem WhatsApp-Konto die verknüpften Geräte und entfernt unbekannte Verbindungen.

Auch das Einrichten der Zwei-Faktor-Authentifizierung kann vor solchen Übergriffen schützen. Sie lässt sich direkt in WhatsApp aktivieren.

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Solltet Ihr bereits auf einen Betrug hereingefallen sein oder habt die Vermutung, dass sich jemand Zugriff zu Eurem WhatsApp-Konto verschafft hat, sichert verdächtige Nachrichten, Telefonnummern, Zahlungsdaten sowie Belege und informiert die Polizei.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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