Ohne Wasser Richtung Ungarn: Polizei stoppt Sattelzug mit fast 700 Ferkeln
Wilsdruff - Bei Kontrollen auf der A4, die diesmal vorrangig Tiertransporte trafen, wurden die Beamten der Polizei auf einen Sattelzug aufmerksam, der mit beinahe 700 Ferkeln beladen war. Am Gefährt wurden gleich mehrere Verstöße festgestellt - einer hätte für die Säugetiere lebensgefährlich werden können.
Am Donnerstag hatte die Verkehrspolizeiinspektion zusammen mit dem Veterinäramt auf dem Rasthof "Dresdner Tor" bei Wilsdruff Tiertransporte unter die Lupe genommen.
Überwiegend waren die Einsatzkräfte mit den betroffenen Lastern zufrieden: "In den meisten Fällen wurden die Vorschriften zum Transport eingehalten und nur geringe Mängel festgestellt", so ein Sprecher.
Negativ fiel allerdings ein Sattelzug mit 680 Ferkeln auf. Dieser war auf dem Weg nach Ungarn.
Die Beamten bemerkten bei der Kontrolle des Lasters, dass es für die Tiere keinerlei Wasser gab. Zudem funktionierte die Befüllungsanlage nicht.
Die beiden Fahrer, ein 46-jähriger Serbe und ein 54-jähriger Ungar, verstießen damit gegen die EU-Verordnungen zum Tiertransport.
Um die Ferkel schnellstmöglich mit Flüssigkeit zu versorgen, forderte die Polizei die Unterstützung der Feuerwehr an. Diese stellte ein Einsatzfahrzeug mit rund 500 Litern Wasser für die Ferkel zur Verfügung.
Lasterfahrer verstießen gegen mehrere Vorschriften
Die beiden Brummi-Lenker hatten noch mehr auf dem Kerbholz: Die Polizisten stellten fest, dass die beiden eine dritte Fahrerkarte dabeihatten. Damit konnten sie Lenk- sowie Ruhezeiten umgehen.
Aus diesem Grund wird nun auch wegen Verstößen gegen Sozialvorschriften gegen die beiden Männer ermittelt.
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