Döbeln - Im 128-Seelen-Dorf Beicha (Ortschaft Mochau der Stadt Döbeln) lud die Freiwillige Feuerwehr am letzten Septemberwochenende zu einer Oktoberparty ein, an die sich viele noch lange erinnern werden. Jedoch nicht unbedingt positiv. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die gegebenenfalls den Vorfall gefilmt haben.
Die Polizei wurde in der Nacht zu Sonntag gegen 1 Uhr zu der Veranstaltung aufgrund einer Auseinandersetzung gerufen. Über eine Woche später hat sie nun weitere Details zu dem Vorfall bekanntgegeben. Zudem sucht sie jetzt nach Zeugen.
Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich, dass unter anderem Jugendliche im Umfeld des Festzeltes Video- und Fotoaufnahmen gemacht haben könnten, die möglicherweise auch das Tatgeschehen oder involvierte Personen zeigen.
Darum bittet die Kriminalpolizei Chemnitz diejenigen, ihre Videos oder Fotos als mögliche Beweismittel für die Ermittlungen zur Verfügung zu stellen.
Meldet Euch dazu am besten unter der Telefonnummer: 0371 387-3448.
Wildpinkler provozierten den Streit
Zunächst waren im Bereich einer Brücke auf dem Außengelände der Veranstaltung mehrere Festgäste verbal aneinandergeraten. Auch außenstehende Festbesucher konnten die Situation zunächst nicht beruhigen.
Der Disput gipfelte schließlich darin, dass zwei Männer auf ein angrenzendes Privatgrundstück gingen, um dort offenbar zu urinieren. Als sie von einem dritten Mann aufgefordert wurden, dies zu unterlassen, griffen sie diesen schließlich an.
Dies blieb nicht unbemerkt und weitere Festgäste eilten zu Hilfe. Der zunächst kleine Disput entwickelte sich zu einer größeren körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten auf beiden Seiten.
Auch gebrochene Glasflaschen sollen dabei zum Einsatz gekommen sein. Die Gruppierung mit den gläsernen Waffen verschwand jedoch, bevor die Polizei eingetroffen war.
Ermittlungen gegen vier Beschuldigte laufen
Die Polizei hat die Ermittlungen gegen vier Beschuldigte wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen 22-jährigen und einen 17-jährigen Russen, einen 19-jährigen Kosovaren und einen 14-jährigen Serben.
Darüber hinaus prüft die Kriminalpolizei Chemnitz die Beteiligung von vier weiteren Personen.
"Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind insbesondere die vollständige Rekonstruktion des Geschehens, die konkrete Beteiligung der einzelnen Tatverdächtigen sowie die Zuordnung der bislang gesicherten Beweismittel", heißt es von der Polizei weiter. Die Ermittlungen dauern an.
Bei der Auseinandersetzung wurden zehn Personen im Alter zwischen 17 und 48 Jahren teils schwer verletzt. Sechs von ihnen mussten zur medizinischen Versorgung vorübergehend in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.
Erstmeldung: 5. Oktober, 16.19 Uhr; letzte Aktualisierung: 9. Oktober, 14.34 Uhr