Hoyerswerda - Der Schock war groß, als ein Senior (87) aus Sachsen im September bemerkte, dass sein hart gespartes Geld verschwunden war. Ausgerechnet seine Pflegerin hatte sich die knapp 10.000 Euro eingesteckt, als sie bei ihrem Patienten in der Wohnung war. Doch die Polizei konnte die 46-Jährige überführen und das Diebesgut sicherstellen. Nun landete es wieder bei seinem rechtmäßigen Besitzer.
"Ich hatte etwas von meinem ersparten Geld abgehoben, weil ich mir etwas Schönes kaufen wollte", erklärt der 87-Jährige aus Hoyerswerda gegenüber Kriminalhauptkommissar André Stoy. Insgesamt 9850 Euro hatte er dafür in seiner Wohnung gelagert.
Am Morgen des 3. September war es dann plötzlich weg, nachdem eine Mitarbeiterin des Pflegedienstes beim Senior war. Dieser informierte daraufhin ihren Arbeitgeber, der sofort die Polizei einschaltete.
Der Kriminaldienst nahm die Ermittlungen auf und erwirkte über die Görlitzer Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht eine Durchsuchung bei der verdächtigen Pflegekraft.
Im Auto wurden die Ermittler dann fündig: Im Dienstauto der 46-Jährigen entdeckte man die Tasche des Seniors, darin die knapp 10.000 Euro.
10.000 Euro Diebesgut zurück bei Senior
Die Deutsche wurde Ende Oktober im beschleunigten Verfahren verurteilt und zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro verdonnert.
Vor einigen Wochen fand das sichergestellte Geld seinen Weg zurück. Kriminalhauptkommissar Stoy stattete dem 87-Jährigen einen Besuch ab und übergab eine Umhängetasche samt Geldscheinen.
"Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich von der Frau bestohlen werde, die ich zur Pflege in meine Wohnung ließ", so der erleichterte Senior. Er sei überglücklich, dass er sein Gespartes wieder zurückhabe.
In Zukunft würde er nur noch kleinere Geldbeträge abheben, versichert er. Eben nur noch so viel, wie er auch ausgeben möchte.