Leipzig - Die Polizei hat am Sonntagmorgen im Süden der Stadt drei mutmaßliche Automatensprenger erwischt und vorläufig festgenommen.
Gegen 5.50 Uhr wurde die Polizei über einen lauten Knall an der Straßenbahnhaltestelle "Raschwitzer Straße" auf der Bornaischen Straße im Stadtteil Lößnig informiert. Der erklärte Sprecher Tom Erik Richter am Montagnachmittag.
An der Haltestelle wurde ein Fahrkartenautomat gesprengt und ein Schaden von rund 80.000 Euro verursacht.
Im Rahmen der Fahndung konnten die Beamten einen 34-jährigen Deutschen stellen. Er hatte demnach noch versucht, auf einem gestohlenen Motorroller zu flüchten. Die Polizisten konnten ihn aber stoppen, den Mann vorläufig festnehmen und das Fahrzeug sicherstellen.
Bei einem Drogentest stellte sich heraus, dass der 34-Jährige unter dem Einfluss von Amphetaminen stand.
Die Einsatzkräfte des Polizeireviers Leipzig-Südost konnten noch zwei weitere Tatverdächtige ermitteln und nahmen einen 35-Jährigen und einen 45-Jährigen im Laufe des Sonntags vorläufig fest.
Einer der Tatverdächtigen kam ins Gefängnis
Der 34-Jährige, der zuerst gestellt wurde, wurde am Sonntag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Leipzig vorgeführt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde wegen des dringenden Tatverdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt.
Der Mann wurde danach in ein Gefängnis gebracht.
Die beiden anderen Tatverdächtigen konnten nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wieder gehen, da es keinen dringenden Verdacht einer Tatbeteiligung gab. Die Ermittlungen gegen alle drei dauern an.