Polizei traut ihren Augen kaum: 24-Jähriger mit E-Scooter auf der Autobahn unterwegs

Dortmund - Dortmunder Polizisten staunten am Wochenende nicht schlecht, als sich ihnen an der A40 ein ungewöhnliches Bild bot. Ein 24-Jähriger war mit einem E-Scooter auf der Autobahn unterwegs und brachte sich mit der Aktion in große Gefahr.

Die Polizei stoppte den E-Scooter-Fahrer (24) und nahm ihn mit auf die Wache. (Symbolbild)
Die Polizei stoppte den E-Scooter-Fahrer (24) und nahm ihn mit auf die Wache. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Das sehen die Beamten wohl auch nicht alle Tage! Wie ein Polizeisprecher erklärte, waren die Streifenpolizisten in der Nacht zum Samstag auf der A40 in Richtung Bochum unterwegs, als sie zunächst auf ein Auto aufmerksam wurden, das mit eingeschaltetem Warnblinklicht auf dem Seitenstreifen gefahren ist.

Als die Beamten dann genauer hinsahen, erkannten sie auch, warum: So fuhr vor dem Auto ein junger Mann auf einem E-Scooter.

Die Ordnungshüter fackelten nicht lange und lotsten sowohl den E-Scooter-Fahrer als auch den Autofahrer an der Anschlussstelle Dortmund-Barop von der Autobahn herunter. An der Dorstfelder Allee wurden beide dann kontrolliert.

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"Warum der 24-jährige Dortmunder die unkluge - und vor allem gefährliche - Entscheidung für diese Route gewählt hatte, wurde den Beamten recht schnell klar", schilderte der Sprecher den weiteren Verlauf des Einsatzes. Denn die Beamten bemerkten eindeutige Anzeichen dafür, dass der junge Mann betrunken war.

Seine "Unfähigkeit, den Atemalkoholtest durchzuführen", habe die Vermutung dann noch bekräftigt, wie es weiter hieß. Doch was hatte der Autofahrer mit der Aktion zu tun?

Polizei leitet Strafverfahren gegen E-Scooter-Fahrer ein

Die Lösung folgte prompt, denn der Autofahrer erklärte den Beamten vor Ort, dass er den jungen Mann nur kurz vor ihnen wahrgenommen hatte, woraufhin er den E-Scooter-Fahrer mit seinem Wagen absicherte.

Statt zu Hause endete der Abend für den 24-Jährigen schließlich auf der nahegelegenen Polizeiwache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Den Dortmunder erwartet nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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