Dresden - Brisanter Vorfall in der Inneren Neustadt: Als die Polizei einen Ford-Fahrer (59) kontrollieren will, fährt dieser plötzlich auf einen 61-jährigen Polizisten zu, der sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen kann. Als die Beamten das Auto schließlich stoppen können, sitzt dann auch noch eine ganz andere Person hinter dem Steuer als zuvor.
Am Montagnachmittag führten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion am Carolaplatz eine Rotlichtkontrolle durch.
Als ein Ford Fiesta bei Rot über die Kreuzung fuhr, wollte ein Polizist (61) das Fahrzeug anhalten. Dabei wurde er beinahe vom 59-Jährigen umgefahren, als dieser auf ihn zufuhr. Der Beamte rettete sich mit einem Sprung zur Seite und blieb unverletzt.
Der Ford-Fahrer fuhr unterdessen weiter, wurde aber verkehrsbedingt an der nächsten Ampel gestoppt. Dort gelang es den Einsatzkräften dann, das Fahrzeug zu kontrollieren.
Beim Blick ins Auto stutzten die Polizisten: Hinter dem Steuer saß nun plötzlich ein 21-Jähriger. Der Fahrer, der zuvor den Beamten gefährdet hatte, war aber ein älterer Mann gewesen.
Eine Zeugin brachte dann den entscheidenden Hinweis: Sie hatte beobachtet, wie Fahrer und Beifahrer kurz vor der Kontrolle die Plätze getauscht hatten.
Ford-Fahrer gefährdet Polizisten - und hat nicht einmal einen Führerschein!
Warum sich der 59-Jährige auf den Beifahrersitz geschmuggelt hatte, sollte kurz darauf klar werden: Der Deutsche besaß keinen Führerschein.
Gegen ihn wird jetzt unter anderem wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.