Reizgas-Alarm im Zug nach Dresden: Ein Fahrgast im Krankenhaus
Oederan - Am Samstagnachmittag endete die Zugfahrt von Chemnitz nach Dresden für etwa 50 Personen zunächst im Oederaner Ortsteil. Grund dafür war eine Gruppe, die vermutlich Reizgas in der Bahn versprühte.
Ein Zugbegleiter der Regionalbahn 30 informierte die Bundespolizei Chemnitz gegen 16.50 Uhr über den Vorfall und dass der Zug zunächst am Haltepunkt in Frankenstein stehe.
Wie sich bei der Zeugenbefragung durch die kurze Zeit später eintreffenden Streifen der Bundespolizei herausstellte, handelte es sich bei den Tätern offenbar um eine Gruppe von etwa sechs bis sieben Personen, die bereits den Zug vor dessen Nothalt in Oederan fluchtartig verlassen haben sollen.
Die Regionalbahn war zu dem Zeitpunkt mit etwa 50 Personen besetzt. Eine 58-jährige Frau wurde nach dem Reizgas-Vorfall zunächst vom Rettungsdienst versorgt, musste aber aufgrund von Atembeschwerden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Auch ein 18-jähriger Mann musste vom Rettungsdienst versorgt werden, wurde aber noch vor Ort entlassen.
Die Polizei sucht nun nach der Gruppe, die die RB 74065 mit Abfahrt um 16.30 Uhr am Chemnitzer Hauptbahnhof aus Zwickau kommend nutzten. Möglicherweise sind sie auch in Chemnitz erst zugestiegen und könnten dort durch Mitreisende erkannt werden.
Die Ermittlungen dauern weiter an. Sachdienliche Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizei unter folgender Telefonnummer entgegen: 0371 / 33783-0.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa
