Skrupelloser Erpresser! Polizei warnt Commerzbank-Kunden vor gefährlichen Briefsendungen

Nürnberg - Eine Filiale der Commerzbank in Nürnberg hat eine gefährliche Briefsendung erhalten. Beim Öffnen wurde eine Angestellte verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Vorfall im Zusammenhang mit einem Erpressungsfall gegen das Kreditinstitut steht und warnt Kunden vor möglichen gefährlichen Postsendungen.

In der Poststelle einer Bankfiliale war es beim Öffnen eines Briefs zu einer Stichflamme gekommen. Nun warnt die Polizei vor möglichen weiteren gefährlichen Sendungen.
In der Poststelle einer Bankfiliale war es beim Öffnen eines Briefs zu einer Stichflamme gekommen. Nun warnt die Polizei vor möglichen weiteren gefährlichen Sendungen.  © Daniel Karmann/dpa (Symbolbild)

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch mitteilte, ging die Sendung am 24. März bei einer Filiale der Commerzbank in der Fürther Straße in Nürnberg ein.

Eine 63-jährige Angestellte öffnete das Kuvert, woraufhin durch eine chemische Reaktion eine Stichflamme entstand.

Die Frau wurde von einem Rettungsdienst versorgt. Glücklicherweise wurde sie bei dem Vorfall nicht schwer verletzt.

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Zwischenzeitlich hat der vermeintliche Täter mit der Bank Kontakt aufgenommen und damit gedroht, weitere gefährliche Briefsendungen zu verschicken, sollte die Commerzbank AG seiner Zahlungsaufforderung nicht nachkommen. Die Ermittler machten keine Angaben dazu, wie viel Geld der Unbekannte fordert.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken ermittelt nun wegen Erpressung.

Polizei warnt vor gefährlichen Postsendungen und gibt Verhaltenstipps

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt vor gefährlichen Briefsendungen.
Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt vor gefährlichen Briefsendungen.  © Polizeipräsidium Mittelfranken

Die Polizei schließt nicht aus, dass weitere gefährlicher Briefsendungen an Filialen und Kunden der Commerzbank AG versendet werden könnten und warnt deshalb eindringlich vor verdächtigen Postsendungen.

Verhaltenstipps der Polizei:

  • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Sie unerwartet Postsendungen erhalten.
  • Überprüfen Sie die Postsendung hinsichtlich Auffälligkeiten in ihrer Beschaffenheit, insbesondere Unebenheiten oder fühlbare, harte Gegenstände im Inneren des Umschlags.
  • Nehmen Sie gegebenenfalls Kontakt mit dem Absender auf.
  • Behandeln Sie verdächtige Sendungen äußerst vorsichtig und unternehmen Sie keinesfalls Versuche, diese zu öffnen!
  • Verständigen Sie umgehend die Polizei. Nutzen Sie hierzu gegebenenfalls den Polizeinotruf 110.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa (Symbolbild)

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