Stille Nacht, diebische Nacht: Einbrecher mopsen 160 Weihnachts-Enten

Thiendorf - Böse Adventsüberraschung für das Hofgut Kaltenbach: Kurz vor Weihnachten sind dem Landwirtschaftsbetrieb in Thiendorf (Kreis Meißen) 160 bestellte Festtagsbraten gestohlen worden. Neben den Enten nahmen die Diebe auch noch 2000 Liter Diesel mit. Der Coup wurde allerdings nur möglich, weil zwei "Mitarbeiter" des Hofguts völlig versagten.

Aus diesem Kühlraum verschwanden 160 frisch geschlachtete Festtags-Enten.
Aus diesem Kühlraum verschwanden 160 frisch geschlachtete Festtags-Enten.  © Eric Münch

Andreas Noack (47) ist stinksauer. Mitten im Weihnachtsgeschäft suchten Diebe sein Hofgut heim, brachen das Kühlhaus auf und entwendeten daraus 160 frisch geschlachtete Enten.

"Wir hatten eh schon rund 200 Enten weniger als geplant", sagt Noack. Aufgrund der Geflügelpest in Frankreich sei der Markt für Enten wie leergefegt. "Ich muss nun Gänse zukaufen, damit jeder auch seinen bestellten Festtagsbraten bekommt", erzählt der Landwirt. Und weil seine Kunden die Malaise nicht ausbaden sollen, wird er ihnen die teure Gans zum Preis der Ente abgeben.

Bei dem Einbruch, der vermutlich am letzten Adventssonntag stattfand, aber erst am Mittwoch bemerkt wurde, verschwanden auch noch 2000 Liter Diesel aus dem Hof-Tank.

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Auf rund 10.000 Euro schätzt Noack den entstandenen Schaden.

Dass die Ganoven überhaupt unbehelligt auf seinen Hof kamen, stellt den Gutsherrn vor ein Rätsel. "Eigentlich habe ich hier zwei Hütehunde", sagt er missmutig.

Das Hofgut Kaltenbach der Familie Noack ist bekannt für seine Geflügelzucht.
Das Hofgut Kaltenbach der Familie Noack ist bekannt für seine Geflügelzucht.  © Eric Münch
Komplett versagt: die beiden Pyrenäenberghunde, die eigentlich den Hof bewachen sollen, haben die Einbrecher offenbar weder gesehen noch gehört.
Komplett versagt: die beiden Pyrenäenberghunde, die eigentlich den Hof bewachen sollen, haben die Einbrecher offenbar weder gesehen noch gehört.  © Eric Münch

Doch die beiden Pyrenäenberghunde scheinen den Bruch schlicht verschlafen zu haben. Oder aber sie wurden von den Eindringlingen mit Leckereien bestochen. "Ich habe schon ein ernstes Gespräch mit den beiden geführt", erzählt Noack augenzwinkernd. Die Kündigung müssen die tierischen Mitarbeiter wohl aber nicht befürchten ...

Titelfoto: Eric Münch

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