Köln - Für einen 37-jährigen Deutschen endete seine geplante Reise in die türkische Metropole Istanbul bereits am Flughafen Köln/Bonn. Gegen ihn lag ein offener Haftbefehl vor.
Im Rahmen der Ausreisekontrolle wurde der Mann am Donnerstagmorgen von Beamten der Bundespolizei kontrolliert.
Dabei habe sich laut den Ordnungshütern herausgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Wetzlar den 37-Jährigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zur Festnahme ausgeschrieben hatte.
Um eine Ersatzfreiheitsstrafe in Höhe von 75 Tagen abzuwenden, musste der Mann 7500 Euro zuzüglich der Verfahrenskosten zahlen. "Insgesamt belief sich der offene Betrag auf 7.943,63 Euro", berichtete die Bundespolizei.
Weil der Beschuldigte die Summe allerdings nicht selbst begleichen konnte, sprang ihm seine Schwester zur Seite und überwies den geforderten Betrag nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wetzlar.
"Damit blieb dem 37-Jährigen zwar der Gang in die Justizvollzugsanstalt erspart, seinen Flug nach Istanbul verpasste er jedoch", so die Beamten. Anschließend durfte er die Polizeiwache wieder verlassen.