Üble Betrugsmasche: So zockte ein 63-Jähriger eine Leipziger Ärztin um 200.000 Euro ab

Leipzig - Ein 63-Jähriger hat einer Leipziger Ärztin über mehrere Monate immer wieder erfundene Geschichten erzählt und Geld von ihr verlangt. So ergaunerte er sich 200.000 Euro und verließ das Land. Nun hat die Polizei ihn im Ausland erwischt.

Der 63-Jährige kam ursprünglich als vermeintlicher Patient in die Arztpraxis. (Symbolfoto)  © Sebastian Kahnert/dpa

Der ebenfalls 63-jährige Deutsche begann seine Betrugsmasche im Juli 2025. Das erklärte Polizeisprecher Paul Engelmann am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Leipzig.

Demnach habe der Mann unter falschem Namen in einer Praxis im Leipziger Stadtgebiet vorgegeben, Privatpatient zu sein.

Laut der Polizei erzählte er der Ärztin "bewusst wahrheitswidrig", dass er unter anderem Polizist bei Interpol sei, eine Ausbildung als Opernsänger habe und in Tunesien Hunde rette. So gewann er mit der Zeit ihr Vertrauen.

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Insgesamt siebenmal soll er der Ärztin vorgegaukelt haben, dass er finanzielle Hilfe von ihr benötige. Die 63-Jährige habe ihm insgesamt 200.000 Euro ausgehändigt und glaubte, dass sie ihm freundschaftlich helfen würde.

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Der Mann verschwand daraufhin allerdings und setzte sich ins Ausland ab. Die Ärztin erstattete Anzeige.

Mitte Mai hat die niederländische Polizei den Mann schließlich in den Niederlanden aufgespürt und festgenommen. Nun soll er nach Leipzig überführt werden. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei nennt diese Betrugsmasche auch "Friends Scamming".

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