Universität soll Fluggast aus Ankara eingeladen haben: Plötzlich fliegt der Schwindel auf

Von Petra Albers, Maurice Hossinger

Köln - Am Flughafen Köln/Bonn hat in dieser Woche ein Reisender (38) versucht die Bundespolizei auszutricksen und sich nach Deutschland hineinzumogeln.

Für die Einsatzkräfte am Flughafen hatte sich das Misstrauen bewahrheitet. (Symbolbild)  © Alexander Franz/dpa

Zunächst habe die Beamten ein mit haufenweise Rechtschreib- und Grammatikfehlern übersätes Einladungsschreiben einer deutschen Uni misstrauisch gemacht.

Der 38-Jährige - der kurz zuvor aus Ankara in Köln gelandet war - hatte den Beamten bei der Einreisekontrolle neben seinem türkischen Reisepass ein deutsches Visum für einen längeren Aufenthalt vorgelegt.

Dazu präsentierte er eine Einladung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) für Forschungszwecke. Als die Polizisten beim genannten Institut nachfragten, bestätigte sich ihr Verdacht: Die Uni hatte das Schreiben nicht ausgestellt, der Mann war dort nicht bekannt.

Polizeimeldungen SEK-Einsatz bei Pforzheim: Person in psychischem Ausnahmezustand

Bei seiner anschließenden Vernehmung sagte der 38-Jährige aus, er habe das Visum für 3000 Euro von einem Mittelsmann gekauft. Dieser habe ihm zudem eine Arbeit als Lkw-Fahrer mit einem Monatsverdienst von 4700 Euro in Aussicht gestellt.

Anzeige

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Bundespolizei leitete gegen den 38-Jährigen ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und der Visums-Erschleichung ein.

Die Einreise nach Deutschland wurde ihm verweigert.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: