Vorsicht, Daten-Falle! Schock-Mails im Namen der Bundespolizei sorgen für Verunsicherung

Leipzig - In Sachsen kursieren derzeit vermeintliche Schreiben der Bundespolizei, in denen arglose Bürger mit schwerwiegenden Sexualstraftaten konfrontiert werden. Ein hinterhältiger Fake!

Alles gefälscht: Heike Teubner von der Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor solchen Schreiben mit dem Signet der Bundespolizei.
Alles gefälscht: Heike Teubner von der Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor solchen Schreiben mit dem Signet der Bundespolizei.  © David Rötzschke, VZS

Die Attacken seien "an Bedrohlichkeit und Boshaftigkeit kaum zu überbieten", zeigt sich Heike Teubner von der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) entsetzt.

Unter dem offiziellen Signet der Bundespolizei werden die Angeschriebenen mit Vorwürfen der Kinderpornografie sowie der Vergewaltigung von Minderjährigen konfrontiert und aufgefordert, binnen 72 Stunden per E-Mail Stellung zu nehmen.

Eine Staatsanwältin würde dann entscheiden, ob Haftbefehl erlassen und der Betreffende in einer Sexualstraftäter-Datei aufgenommen werde.

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"Hier geht es offenbar darum, Daten auszuspähen", glaubt Teubner und warnt davor, auf solche Schreiben zu reagieren.

Mit den Fake-Mails der Bundespolizei wollen Kriminelle offenbar Daten abfischen, die sie danach entweder weiterverkaufen oder für Erpressungen einsetzen.
Mit den Fake-Mails der Bundespolizei wollen Kriminelle offenbar Daten abfischen, die sie danach entweder weiterverkaufen oder für Erpressungen einsetzen.  © PantherMedia / Frank Peters

Auch bei der Bundespolizei schüttelt man den Kopf: "Eine dreiste und schlechte Fälschung - die Bundespolizei konfrontiert niemals Menschen per E-Mail mit Straftat-Vorwürfen", stellt der Leipziger Behörden-Sprecher Jens Damrau klar.

Titelfoto: PantherMedia / Frank Peters

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