Wegen gelber Ampel: 20-Jähriger liefert sich absurde Verfolgungsjagd mit der Polizei
Dessau-Roßlau - Ein 20-Jähriger bretterte in Sachsen-Anhalt bei Gelb noch um die Kurve und bekam dann so viel Angst vor der Polizei und einer möglichen Strafe, dass er die ganze Situation für sich selbst noch viel schlimmer machte.
Laut Polizeiangaben war der junge Mann am Samstag mit seinem Citroën in der Heinrich-Deist-Straße in Richtung Antoinettenstraße unterwegs.
Obwohl die Ampel auf Gelb umgeschaltet hatte und er noch gefahrlos hätte bremsen können, bog er nach rechts in die Antoinettenstraße ein. Polizeibeamte beobachteten die Situation und entschieden sich dazu, den 20-Jährigen zur Kontrolle herausziehen.
Nachdem die Beamten ihm das Anhaltesignal gegeben hatten, beschleunigte er auf einmal auf über 100 km/h und schaltete seine Fahrzeugbeleuchtung ab.
In der Hausmannstraße flüchtete er dann aus seinem Citroën und lief zu Fuß weiter. Weit kam er allerdings nicht, denn er rannte gegen einen 30-jährigen Polizisten, der sich ihm in den Weg gestellt hatte. Beide fielen zu Boden, wobei der Polizeibeamte leicht verletzt wurde.
Seine Kollegen ergriffen und fesselten den 20-Jährigen. Er gestand, dass er aus Angst vor einer Strafe geflohen war. Er sei laut einem Polizeisprecher "sehr redselig" gewesen und lallte leicht. Einen Atemalkoholtest lehnte er ab, weswegen eine Blutprobeentnahme angeordnet wurde.
Gegen den Mann wird nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Trunkenheit im Straßenverkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Sein Führerschein ist erst mal weg.
Titelfoto: Robert Michael/dpa
