Zehnter Castor-Transport wegen Defekt vorzeitig abgebrochen

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Von Malin Wunderlich

Jülich - Der jüngste geplante Transport eines Castor-Behälters mit Atommüll ist wegen eines technischen Defekts am Transportfahrzeug abgesagt worden.

Bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter handelt es sich um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. (Symbolbild)
Bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter handelt es sich um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. (Symbolbild)  © Christoph Reichwein/dpa

Der Zehnte der insgesamt 152 Castor-Behälter verließ nie das Gelände des ehemaligen Forschungsreaktors Jülich, wie die Polizei mitteilte.

Von dort sollte der Atommüll in das Zwischenlager im etwa 170 Kilometer entfernten Ahaus transportiert werden.

Eine zeitnahe Reparatur oder ein spontaner Austausch des Spezialfahrzeuges seien am Mittwochabend nicht möglich gewesen, erklärte die Polizei. Daher wurde entschieden, den Transport nicht wie geplant durchzuführen.

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"Von dem Transportbehälter sowie der Ladung ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr aus. Der Defekt beschränkte sich ausschließlich auf die Zugmaschine", erklärte die Polizei.

Fahrzeug und Ladung verblieben demnach auf dem "gesicherten Gelände in Jülich". Ein Transport in der vorherigen Nacht war noch ohne Probleme verlaufen. An beiden Tagen gab es kleinere Proteste.

In der Summe handelt es sich bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. In den Spezialbehältern sind rund 300.000 Brennelement-Kugeln eingepackt.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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