Zweimal ICE-Notbremse gezogen: Polizei fasst Verdächtigen ohne Aufenthaltsstatus
Von Manuel Rank
Wernau/Wendlingen/Ulm - In einem ICE von Frankfurt am Main nach Ulm ist zweimal die Notbremse gezogen worden. Ein junger Mann habe am frühen Mittwochmorgen auf Höhe von Wernau am Neckar (Landkreis Esslingen) einen der Nothaltegriffe betätigt, teilte die Bundespolizei mit.
Der Zug kam demnach abrupt zum Stehen. Da keine Gefahrensituation erkennbar gewesen sei, sei die Fahrt fortgesetzt worden.
Kurz darauf soll zwischen Wendlingen (Landkreis Esslingen) und Merklingen (Alb-Donau-Kreis) erneut eine Notbremse gezogen worden sein – der ICE hielt daraufhin ein zweites Mal auf freier Strecke. Verletzt wurde bei den beiden außerplanmäßigen Bremsungen niemand.
Nach der Ankunft am Ulmer Hauptbahnhof kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei einen 22-Jährigen. Der Zugbegleiter habe den Mann zuvor ohne gültigen Fahrausweis im Zug angetroffen; anschließend sei er ohne erkennbares Ziel mehrfach durch die Wagen gelaufen.
Da sich der 22-Jährige laut Bundespolizei zudem unerlaubt in Deutschland aufhält, wurde er zur Dienststelle gebracht. Die Bundespolizei ermittelt, ob der junge Mann auch die Notbremsen gezogen hatte.
Titelfoto: Daniel Karmann/dpa