Mehr als 20 Festnahmen: Zollfahnder heben geheime Zigaretten-Fabrik aus
Von Marc Herwig
Düsseldorf/Essen - Zollfahnder haben bei einer großen Aktion in Nordrhein-Westfalen eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben.
Bei den Durchsuchungen in mehreren Objekten seien insgesamt 21 Personen festgenommen worden, teilten Zoll und Staatsanwaltschaft mit. Außerdem seien Beweise gesichert worden.
Die Ermittlungen gegen die Tätergruppierung liefen seit Mai 2026. Es bestehe der Verdacht der Steuerhinterziehung und der Hehlerei, teilten die Ermittler mit.
Die Gruppe soll in einer versteckten Fabrik in NRW im großen Stil Zigaretten hergestellt, sie in gefälschte Markenverpackungen gefüllt und dann auf dem Schwarzmarkt unversteuert verkauft haben.
In welcher Stadt sich die Fabrik befindet, sagten Zoll und Staatsanwaltschaft auf Nachfrage nicht.
Auf Fotos, die der Zoll aus der Fabrik veröffentlichte, sind zahlreiche Maschinen zur Zigaretten-Produktion zu sehen.
Unterstützung durch THW und Spezialkräfte der Bundespolizei
In riesigen Kartons und auf dem Boden der Halle liegt geschnittener Tabak. Neben den Maschinen stehen zahlreiche Kartons und Paletten bereit, mit denen die fertigen Zigarettenpackungen offensichtlich weitertransportiert wurden.
An den Durchsuchungen seien Kräfte der Hauptzollämter Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Köln und Münster beteiligt gewesen.
Auch Zollkräfte in Berlin und Hannover seien eingebunden worden.
Neben den normalen Zollbeamten seien auch Spezialkräfte des Zollkriminalamts und der Bundespolizei im Einsatz gewesen. Zudem habe das Technische Hilfswerk den Einsatz unterstützt.
Weitere Details könne man erst nennen, wenn die bei der Aktion gesicherten Beweise ausgewertet seien, sagte eine Sprecherin.
Titelfoto: Zollfahndung Essen/dpa

