Abenteuerliche Flucht nach Schlägerei endet heftig: Verdächtiger würgt Polizeihund

Euskirchen - Nahe dem Euskirchener Hauptbahnhof ist es am Sonntag zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen gekommen, die bei Erblicken der alarmierten Polizisten sofort die Flucht ergriffen. Ein Verdächtiger wurde hinterher allerdings von einem Diensthund aufgespürt - mit bissigen Folgen!

Die Polizei hatte unter anderem mit einem Diensthund nach dem Flüchtigen gesucht. (Symbolbild)
Die Polizei hatte unter anderem mit einem Diensthund nach dem Flüchtigen gesucht. (Symbolbild)  © Steven Senne/AP/dpa

Nach Angaben der Beamten hatte sich die Prügelei am Sonntagabend gegen 18.06 Uhr zwischen etwa neun bis 15 Personen auf der Alleestraße ereignet - und wurde abrupt beendet, als die Polizei am Ort des Geschehens erschien.

Demnach flüchteten die Beteiligten bei Eintreffen der Ordnungshüter in unterschiedliche Richtungen, sodass die Polizisten zu Fuß die Verfolgung der Verdächtigen aufnahmen.

Auch ein Diensthundführer war unter den Beamten, der gerade samt seines Vierbeiners den Wasserlauf am Ruhrpark absuchte, als der Polizeihund plötzlich die Fährte eines geflüchteten Mannes aufnahm.

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Schnurstracks führte der Vierbeiner sein Herrchen daraufhin zu einem nahe gelegenen Gebüsch, in dem der Verdächtige sich versteckt hatte. Dann wurde es allerdings abenteuerlich!

Obwohl der Polizist mehrfach den Einsatz des abgerichteten Diensthundes androhte, sofern der Mann einen erneuten Fluchtversuch wagen sollte, probierte der Verdächtige sich schon wieder aus dem Staub zu machen - eine ziemlich schlechte Idee, wie der Polizeihund daraufhin eindrücklich unter Beweis stellte.

Beamte müssen Flüchtigen unter "körperlicher Gewalt" von Diensthund trennen

Der Polizeihund spürte den Verdächtigen in einem Gebüsch im Ruhrpark auf. (Symbolbild)
Der Polizeihund spürte den Verdächtigen in einem Gebüsch im Ruhrpark auf. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

Das Tier biss den Flüchtigen nämlich in den rechten Unterarm, wobei Mann und Hund gemeinsam in den Wasserlauf stürzten, der an dieser Stelle glücklicherweise nicht tief gewesen sei, wie es hieß. Weil der Verdächtigte sich jedoch nicht beruhigte, konnte der Hund zunächst nicht von ihm getrennt werden.

Der Mann hörte dann doch auf die Anweisungen des Polizisten, verhielt sich schließlich ruhig und wartete, bis der vierbeinige Ermittler von ihm abgelassen hatte - dann ging das Spielchen jedoch wieder von vorne los.

Unmittelbar nachdem der Vierbeiner vom Verdächtigen getrennt worden war, ergriff dieser nämlich erneut die Flucht und wurde abermals von dem Polizeihund gepackt und zu Boden gerissen, woraufhin der Mann den Hund mehrfach würgte und nach ihm trat!

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Mittels "einfacher körperlicher Gewalt" unterbanden die Polizeibeamten die Attacken gegen das Tier, ehe der Beschuldigte sich endlich beruhigte und widerstandslos gefesselt werden konnte. Ein Beamter wurde bei der Aktion leicht verletzt, wie es hieß.

Die Polizei traf zudem weitere Beteiligte der Schlägerei an, von denen eine Person Verletzungen an der Hand durch eine zerschlagene Glasflasche erlitten hatte. "Es wurden Strafanzeigen gefertigt und Ermittlungen aufgenommen", hieß es abschließend.

Titelfoto: Steven Senne/AP/dpa

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