Sie zündelten gleich fünfmal: Deutsche Feuerteufel in Norwegen verurteilt

Von Julia Wäschenbach

Laukvik (Norwegen) - Zwei Deutsche sind wegen fünf Fällen von Brandstiftung auf der norwegischen Inselgruppe Lofoten übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Haftstrafen verurteilt worden.

Die beiden jungen Männer machten im vergangenen Jahr auf den Lofoten Urlaub. (Archivfoto)  © Sigrid Harms/dpa

Ein norwegisches Gericht verurteilte einen der beiden laut dem Fernsehsender NRK zu zwei Jahren und acht Monaten Haft, den anderen zu acht Monaten. Die Männer, beide in ihren Zwanzigern, legten die Brände demzufolge während eines Urlaubs im Juli 2025. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Beide Männer gaben laut NRK vor Gericht zu, die Brände gelegt zu haben. Sie sollen unter anderem eine Friedhofskapelle und Plastikbehälter mit getrockneten Kabeljau-Köpfen in Brand gesetzt haben.

Einer der Männer wurde den Angaben zufolge nach dem sogenannten "Mordbrand"-Paragrafen verurteilt. Er soll einen Brand direkt neben einem Wohngebäude gelegt haben, in dem sich zwei Personen aufhielten.

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Laut NRK sagte der Mann, die beiden seien davon ausgegangen, dass es sich um ein unbewohntes Ferienhaus gehandelt habe. Erst danach sollen sie erfahren haben, dass sich Menschen darin befanden.

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Angeklagter bestreitet, wissentlich Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben

Den Vorwurf, Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben, bestritt er demnach. Sein Verteidiger sagte dem norwegischen Rundfunk, sein Mandant wolle gegen das Urteil in Berufung gehen.

Die beiden Deutschen waren festgenommen worden, nachdem Anwohner nach den ersten Bränden Verdacht geschöpft und die Brandstifter später auf frischer Tat ertappt hatten.

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