Über 800.000 Euro ergaunert: Mann soll Hörgeschädigte mit Mega-Renditen gelockt haben

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Dresden - Ein Mann soll hörgeschädigte Menschen mit einem vermeintlichen Anlagemodell um mehr als 800.000 Euro gebracht haben. Jetzt hat die Dresdner Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 45-Jährigen erhoben.

Ein 45-Jähriger soll hörgeschädigte Menschen im Internet um Hunderttausende Euros gebracht haben. (Symbolfoto)
Ein 45-Jähriger soll hörgeschädigte Menschen im Internet um Hunderttausende Euros gebracht haben. (Symbolfoto)  © Philip Dulian/dpa

Dem Beschuldigten werden 76 Fälle von Betrug vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Der Deutsche, der selbst hörgeschädigt ist, soll zwischen Januar 2024 und Anfang 2026 im Internet ein angeblich selbst entwickeltes Anlagemodell speziell für Hörgeschädigte angeboten haben. Dafür habe er verschiedene Pakete und Angebote mit Renditeversprechungen von bis zu 400 Prozent pro Monat vermarktet.

Zahlreiche hörgeschädigte Menschen zahlten daraufhin vertrauensvoll Geld auf die Konten des 45-Jährigen ein. Laut Staatsanwaltschaft habe der Beschuldigte bewusst wahrheitswidrig den Eindruck erweckt, dass das Geld gewinnbringend investiert und sicher angelegt wurde.

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Tatsächlich soll der Mann die insgesamt mehr als 800.000 Euro aber nicht wie versprochen angelegt haben, ein Teil davon soll für seinen eigenen Lebensunterhalt draufgegangen sein. Rund 140.000 Euro der eingezahlten Summe soll der 45-Jährige direkt wieder an andere Anleger ausgezahlt haben.

Bereits am 13. April 2026 wurde der Mann in dieser Sache festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Der 45-Jährige bestreitet die Betrugsfälle, vorbestraft ist er nicht. Nun muss das Landgericht Dresden entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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