Erschreckende Zahlen aus NRW: Mehr als 30.000 Menschen werden vermisst!

Düsseldorf - In Nordrhein-Westfalen wurden Anfang Dezember 1327 Menschen länger als sechs Wochen vermisst.

Alleine bis zum 1. Dezember dieses Jahres wurden mehr als 30.000 Menschen bei der Polizei als vermisst registriert.
Alleine bis zum 1. Dezember dieses Jahres wurden mehr als 30.000 Menschen bei der Polizei als vermisst registriert.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Sie galten damit als Langzeitvermisste, wie das Landeskriminalamt (LKA) NRW in Düsseldorf auf dpa-Anfrage erläuterte.

Von den Langzeitvermissten waren 67 Prozent Jungen oder Männer und 33 Prozent Mädchen oder Frauen. Der Anteil der Minderjährigen bei den Langzeitvermissten lag bei 45 Prozent.

Unter den Langzeitvermissten sind rund 1000 Menschen, die schon deutlich länger als sechs Wochen vermisst werden - zum Teil schon seit Beginn der statistischen Erfassung in den 1960er Jahren.

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"Das können Menschen sein, die im Ausland ein neues Leben angefangen haben und vielleicht inzwischen dort auch gestorben sind", sagte ein LKA-Sprecher.

Insgesamt verschwinden binnen eines Jahres in Nordrhein-Westfalen aber viel mehr Menschen.

So wurden in diesem Jahr bis 1. Dezember bereits 30.450 Menschen als vermisst gemeldet. Im gleichen Zeitraum wurden 29.822 Fahndungen nach vermissten Personen wieder gelöscht.

60 Personen länger als ein Jahr vermisst

Für die Polizei kommt es bei Vermisstenmeldungen meist auf die ersten 48 Stunden an.
Für die Polizei kommt es bei Vermisstenmeldungen meist auf die ersten 48 Stunden an.  © Christophe Gateau/dpa

Im gesamten Jahr 2021 waren es 30.375 Menschen, die mindestens vier Stunden lang vermisst wurden. Von ihnen klärte sich in mittlerweile 30.228 Fällen der Aufenthalt.

Bei knapp 20.000 Vermissten war der Verbleib schon innerhalb von drei Tagen geklärt. Bei weiteren 6110 dauerte es bis zu einer Woche. 1540 Fälle blieben bis zu zwei Wochen verschwunden und gut 1000 Menschen bis zu einem Monat.

730 tauchten nach spätestens drei Monaten wieder auf, fast 220 blieben bis zu einem halben Jahr verschwunden. 160 konnten binnen eines Jahres ausfindig gemacht werden und bei fast 60 der im vergangenen Jahr Vermissten dauerte dies länger als ein Jahr.

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Während die meisten Langzeitvermissten männlichen Geschlechts sind, sind bei den Vermissten insgesamt Frauen und Mädchen mit 54 Prozent in der Mehrheit.

In fünf von sechs der gesamten Vermisstenfälle handelte es sich um Minderjährige. Überproportional häufig verschwinden sie aus Kinderheimen oder Jugendhilfeeinrichtungen. Auch in diesem Jahr tauchten rund zwei Drittel der Vermissten innerhalb von drei Tagen wieder auf.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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