Österreich - Seit mehreren Monaten wird die Österreicherin Michaela B. (48), Mutter von vier Kindern, vermisst - jetzt gibt es neue Details zu ihrem Verschwinden und zu einem möglichen geheimen Doppelleben.
Wie die österreichische Tageszeitung "Heute" berichtet, fehlt von Michaela B. seit dem 11. Februar 2026 jede Spur. Die 48-Jährige soll an diesem Tag ihre Wohnung in Sankt Georgen an der Stiefing verlassen haben, ohne dass jemand davon wusste.
Dabei nahm sie einige Kleidungsstücke, ihren Reisepass, ihren Führerschein und etwas Bargeld mit. Seitdem kehrte sie nicht mehr nach Hause zurück.
Ihre Angehörigen meldeten die vierfache Mutter schließlich als vermisst. Auch der Verein "Österreich findet euch" wurde eingeschaltet.
Dem 43-jährigen Cousin der Vermissten gelang es schließlich, auf den zurückgelassenen Laptop und das Handy von Michaela zuzugreifen. Dabei stieß er unter anderem auf ein Zugticket von Wien nach Hamburg für den 11. Februar, das mit einer Geschenkkarte bezahlt worden war.
Vor einigen Wochen meldete sich zudem eine junge Frau bei den Angehörigen. Sie gab an, bis vor Kurzem in derselben "Szene" wie die Vermisste verkehrt zu haben.
Demnach soll die vierfache Mutter auf Dating-Plattformen aktiv gewesen sein und dort nach Partnern für ungewöhnliche sexuelle Praktiken gesucht haben. Auch bei der Auswertung ihres Laptops und Handys stieß der Cousin offenbar auf entsprechende Hinweise, von denen niemand in der Familie wusste.
Besuchte Michaela Erotik-Events in Hamburg?
Demnach soll die 48-Jährige entsprechende Veranstaltungen in Lokalen besucht haben, bei denen sie die junge Frau kennengelernt habe.
Zuvor sei ihr die Österreicherin bereits in einem einschlägigen Chat-Forum aufgefallen. Laut der Zeugin sei die vierfache Mutter dabei sehr unvorsichtig gewesen und habe sich alleine mit Männern getroffen, von denen sie lediglich die Nicknames gekannt habe.
Die junge Frau hat auch einen Verdacht, was die Vierfachmutter in Hamburg gewollt haben könnte.
Dort hätten am 12. und 14. Februar zwei besondere Erotik-Events stattgefunden, bei denen Frauen aus der Szene häufig die Reisekosten übernommen bekommen würden, während Männer hohe Eintrittspreise zahlen müssten, um an den Events teilnehmen zu können.
Die Zeugin geht davon aus, dass Michaela dort eine "zwielichtige Person" kennengelernt haben könnte, die sie nach Hause begleiten oder sich dort mit ihr treffen wollte - wo schließlich "die Situation völlig eskaliert" sein könnte.
Familie befürchtet das Schlimmste
Gegenüber der "Krone" berichtete die junge Frau, dass sie Todesdrohungen erhalten habe, nachdem sie ihre Vermutungen in "Stammforen" der Vermissten geäußert hatte.
Eine unbekannte Nummer habe ihr daraufhin die Koordinaten eines Friedhofs in Niederösterreich geschickt, auf dem ihre Großeltern begraben liegen. Zudem habe sie ein Foto erhalten, das eine Guillotine zeigt. Kurz darauf sei eine Rose mit abgebrochenem Kopf vor ihrer Eingangstür abgelegt worden.
Auch der Cousin der 48-Jährigen soll bedroht worden sein. Er habe eine Zeichnung von einem Fallbeil zugeschickt bekommen. Zudem sei sein Google-Konto gehackt worden. Ihm zufolge würde die Familie inzwischen "mit dem Schlimmsten" rechnen.
Der Vermisstenverein und die Polizei erhielten ebenfalls seltsame E-Mails, die im Namen der Frau verfasst worden sein sollen. "Ich bin nicht freiwillig weggegangen. Aber hört auf, nach mir zu fahnden", hieß es darin. Die Nachrichten konnten einem kaum ermittelbaren Server im Ausland zugeordnet werden.