Keine Geschenke an Weihnachten: Darum müssen AWB-Mitarbeiter Zuwendungen ablehnen

Köln - Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und zur Weihnachtszeit möchten sich viele Kölner bei den Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) für die geleistete Arbeit bedanken. Doch Müllwerker dürfen weder Trinkgelder noch Geschenke annehmen! TAG24 hat bei der AWB nachgefragt, was dahinter steckt.

Auch, wenn es gut gemeint ist: Müllwerker dürfen zu Weihnachten keine Zuwendungen von Bürgern annehmen.
Auch, wenn es gut gemeint ist: Müllwerker dürfen zu Weihnachten keine Zuwendungen von Bürgern annehmen.  © Marius Becker/dpa

Getreu dem Motto "Anerkennung und Wertschätzung ja – Neujährchen nein" bittet die AWB die Bürger der Stadt, von jeglichen weihnachtlichen Zuwendungen abzusehen. Dazu zählt nicht nur Bargeld, sondern ebenso kleine Geschenke.

Beschäftigte der AWB, die sich dem Verbot widersetzen und dennoch Geld oder Geschenke annehmen, müssten sogar mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen, wie das Unternehmen informierte - doch warum ist das eigentlich so?

Gegenüber TAG24 erklärte Pressesprecher Jörg Daniel: "Die Compliance-Richtlinien der AWB untersagen es, auch deshalb, weil wir eine Tochtergesellschaft des Stadtwerke Köln Konzerns sind, wo es ebenso untersagt ist."

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Darüber hinaus wolle das Unternehmen mit dem Verbot verhindern, dass sich Menschen "als Müllwerker verkleiden und an den Türen Gelder sammeln".

Nach eigenen Angaben sorgen 829 Mitarbeiter der Stadtreinigung mit 340 Fahrzeugen jährlich für saubere Straßen und Gehwege im Stadtgebiet.

Die Müllwerker halten dabei auch die Standorte der Glascontainer sauber, leeren öffentliche Papierkörbe, beseitigen wilde Müllablagerungen, kehren Laub und machen im Winter zudem die Straßen frei von Schnee und Eis.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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