Klima-Protest in Köln: "Letzte Generation" blockiert den Neumarkt

Köln – Sieben Klima-Aktivisten der "Letzte Generation" hockten sich am Montagmorgen am Neumarkt auf die Straße. Vier von ihnen klebten ihre Hände an der eiskalten Straße fest.

Sieben Aktivisten sitzen am Morgen auf der Straße vor dem Buchladen "Taschen".
Sieben Aktivisten sitzen am Morgen auf der Straße vor dem Buchladen "Taschen".  © Laura Ratering/TAG24

Drei Grad hat es an diesem Montagmorgen am Kölner Neumarkt. Die Polizei war mit vielen Kräften vor Ort, der Verkehr stockte. Sieben Aktivisten der Bewegung hatten sich demonstrativ auf die viel befahrene Straße gesetzt und brachten damit etliche Autofahrer in Aufruhr. Der Verkehr staute sich auf der Cäcilienstraße um kurz nach 10 Uhr meterweit.

"Ich hätte gern mal die Personalien von allen, die hier sitzen", schrie ein Autofahrer den vorwiegend jugendlichen Aktivisten entgegen. "Lernt etwas Ordentliches, geht in die Schule", rief ein anderer. Dem Tumult näherten sich allerdings auch Personen, die die Aktion befürworten. "Geil, dass ihr das tut. Danke", unterstützte eine Dame auf dem Fahrrad die Demonstranten.

Gegen 10.15 Uhr konnte eine Rettungsgasse für möglicherweise verkehrende Rettungskräfte gebildet werden. Ein Aktivist bewegte sich freiwillig vom Fleck, ein Weiterer wurde von zwei Polizisten davongetragen.

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"Diese Aktionen finden nie spontan statt", erklärte ein 16 Jahre alter Klima-Aktivist gegenüber TAG24. Seine Hand haftete indes mit viel Kleber an der eiskalten Straße. Viele Fragen wollte er allerdings nicht beantworten - er fühle sich unwohl dabei, wie er nach längerem Schweigen zugab.

"Sie wissen, dass sie sich strafbar machen", sagte ein Polizist im selben Moment zu den Demonstranten.

Zwischenzeitlich konnten zwei Aktivisten von der Straße getragen werden.
Zwischenzeitlich konnten zwei Aktivisten von der Straße getragen werden.  © Laura Ratering/TAG24

Wenig später, gegen 10.36 Uhr, konnte dann zumindest der Verkehr - wenn auch stockend - wieder über den Neumarkt rollen. Die Hände der Aktivisten, teilweise geschützt mit Taschenwärmern, klebten derweil weiterhin auf der Straße.

Titelfoto: Montage: Laura Ratering/TAG24

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