Köln - Vor rund elf Monaten haben drei Löwen im Kölner Zoo das Licht der Welt erblickt. Zeit für ein Update zur Entwicklung der Nachwuchsraubkatzen.
Den beiden Weibchen sowie dem Männchen, die auf die Namen "Prija", "Reeva" und "Zohan" getauft wurden, gehe es weiterhin sehr gut, teilt der Tierpark am Donnerstag mit.
Demnach laufe auch ihre Entwicklung nach Plan. "Zohan", der inzwischen rund 60 Kilo auf die Waage bringt und etwas größer als seine beiden Schwestern ist, wächst sogar schon ein zarter Mähnenflaum. Die beiden Weibchen sind hingegen beide jeweils etwa 50 Kilo schwer und lassen sich nur durch zwei Punkte über den Schnurrbarthaaren von "Prija" voneinander unterscheiden.
Genau wie ihre Eltern, der zehnjährige Kater "Navin" und die zwölfjährige "Gina", ernähren sie sich ausschließlich von Fleisch. Damit ihre Entwicklung weiterhin voranschreitet, heben die Tierpflegerinnen und -pfleger ihre Ration Woche für Woche stückweise an.
Der fünfköpfige Löwen-Clan harmoniere zudem auch im Umgang miteinander gut und zeige sich sehr verspielt und aktiv, berichtet der Zoo. Nur, wenn es zu bunt wird, rufe Vater "Navin" mit einem kurzen Gebrüll zur Ordnung.
Bereits 18 Löwen-Jungtiere im Kölner Zoo geboren
Der Kölner Zoo hält seit 28 Jahren die stark bedrohten Asiatischen Löwen. Insgesamt 18 Jungtiere erblickten am Rhein schon das Licht der Welt. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als "gefährdet" (vulnerable) geführt.
Die letzten der einst weitverbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im und um den Gir Nationalpark im indischen Bundesstaat Gujarat gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere so effektiv, dass ihre Population inzwischen wieder auf mehr als 600 Löwen angewachsen ist.