Aller Rivalität zum Trotz: Erste gemeinsame Köln-Düsseldorfer Karnevalssitzung

Köln/Düsseldorf - Köln und Düsseldorf, das ist wohl gepflegte Rivalität: Kölsch oder Alt, Landeshauptstadt oder Millionenstadt, "Effzeh" oder Fortuna. Alles ganz sensible Themen.

Zwei große Karnevalsgesellschaften aus Köln und Düsseldorf haben unter dem Titel "Alaaf & Helau" eine gemeinsame Sitzung gefeiert.
Zwei große Karnevalsgesellschaften aus Köln und Düsseldorf haben unter dem Titel "Alaaf & Helau" eine gemeinsame Sitzung gefeiert.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Umso überraschender, dass beide Städte nun bei einer Sache zusammengefunden haben, die an beiden Standorten besonders ernst genommen wird - bei einer Karnevalssitzung.

Am Mittwochabend haben zwei große Karnevalsgesellschaften unter dem Titel "Alaaf & Helau" eine gemeinsame Sitzung gefeiert. Das offizielle Ziel lautete dabei "eine Brücke zwischen den Rivalen" zu bilden und zu "vereinen".

Gefeiert wurde - man konnte sich schwerlich in der Mitte treffen - in Köln. Die Stimmung war gut, allerdings waren nicht alle Stühle besetzt, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Pläne hatte es schon länger gegeben, Corona hatte sie durchkreuzt.

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"Wir haben auch das Programm 50 zu 50 aufgeteilt nach Düsseldorfer Künstlern und Kölner Künstlern", sagte Joachim E. Zöller, Präsident der auf Kölner Seite verantwortlichen Karnevalsgesellschaft Die Grosse von 1823 vor der Veranstaltung der Deutschen Presse-Agentur.

Ebenfalls eingeladen waren sowohl das Düsseldorfer Prinzenpaar als auch das Kölner Dreigestirn.

Peter Brings (58) von der Band "Brings" steht bei der ersten "Alaaf & Helau-Sitzung" im Gürzenich auf der Bühne.
Peter Brings (58) von der Band "Brings" steht bei der ersten "Alaaf & Helau-Sitzung" im Gürzenich auf der Bühne.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Ausgeschenkt wurde ausschließlich Kölsch

Zöller äußerte sich sehr lobend über die Düsseldorfer Kollegen, mit denen das Programm gestaltet worden war, die Karnevalsgesellschaft Allgemeiner Verein der Karnevalsfreunde. Auch wenn er hinzufügte: Die "Hochburg" des Karnevals sei aus seiner Sicht "schon" in Köln.

Ausgeschenkt wurde auch nur Kölsch, kein Alt. Die Verantwortlichen begründeten das mit den Gegebenheiten in der Gastronomie des genutzten Festsaals.

Geplant ist allerdings, dass die Sitzung bei einer Neuauflage in Düsseldorf stattfinden könnte.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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