Köln - Lange stand es leer, nun wurde es wieder in Betrieb genommen: Das traditionsreiche Brauhaus Fischenich im Mauritius-Viertel hat endlich wieder seine Türen geöffnet.
Hinter der Neueröffnung stehen die Joode-Lade-Betreiber Danijar Joo und Tobias Nait-Kabache sowie deren einstiger Stammgast Christian Lambertz.
"Er hat sich immer gesagt: Irgendwann will ich selber hinter die Theke. Und jetzt hat er es geschafft", sagt Tobias Nait-Kabache bei Instagram über seinen neuen Geschäftspartner.
Das Fischenich blickt auf eine lange Historie zurück. Gebaut wurde das Gebäude im Jahr 1821. Genau 100 Jahre später wurde hier schließlich die "Bier- und Malzbrauerei Gerhard Fischenich" gegründet.
An diese Brauerei-Tradition wollen die neuen Betreiber nun ganz bewusst anknüpfen. "Wir möchten die besondere Geschichte dieses Hauses wieder sichtbar und erlebbar machen", erklärt Danijar Joo. Das Lokal solle endlich wieder "ein lebendiger Treffpunkt für das Veedel werden."
Stammtische sind daher ausdrücklich willkommen - ganz egal, ob Buchclub, Sportverein oder Karnevalsgesellschaft. Zudem werden die Spiele des 1. FC Köln übertragen und auch der Karneval wird gebührend gefeiert.
Wasserspeier aus dem Kölner Dom findet Platz im Fischenich
Für den besonderen Charme hat sich das Trio auch optisch an einem klassischen rheinischen Brauhaus orientiert. So finden sich im Inneren neben einem Originalgemälde von Brauereigründer Gerhard Fischenich zahlreiche kölsche Details und Kunst aus dem Viertel. Zudem wurde die Menütafel von der Veedels- und Kneipenkünstlerin Judith Geusen entworfen.
Besonderes Highlight ist ein originaler Wasserspeier aus dem Kölner Dom, der im neuerwachten Fischenich seinen Platz gefunden hat.
Geöffnet ist das Brauhaus (Weyerstraße 71, 50676 Köln) freitags ab 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils ab 13 Uhr.