Lkw-Verbot auf A1-Rheinbrücke sorgt für volle Kassen in Köln und Leverkusen

Leverkusen/Köln - Die Bußgelder für Lastwagenfahrer, die verbotenerweise über die Leverkusener A1-Rheinbrücke fahren wollten, haben auch 2022 wieder die Stadtkassen von Köln und Leverkusen gefüllt.

Die marode Rheinbrücke der A1 bei Leverkusen ist seit 2016 für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt.
Die marode Rheinbrücke der A1 bei Leverkusen ist seit 2016 für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt.  © Federico Gambarini/dpa

Leverkusen hat nach Angaben einer Sprecherin bis Ende November rund 6000 Bußgeldbescheide in einer Gesamthöhe von fast 1,7 Millionen Euro gegen Lkw-Fahrer verhängt, die das Durchfahrtsverbot missachteten. Das Bußgeld betrage in Leverkusen 228,50 Euro.

Die Stadt Köln hat in gut 1900 Fällen Bußgeldbescheide erlassen, was eine Gesamtsumme von knapp 200.000 Euro bringe, sagte eine Sprecherin. Die Bußgeldhöhe liege zwischen 75 und 150 Euro.

Weitere 1300 Fälle seien bei der Stadt Köln noch in Bearbeitung oder hätten eingestellt werden müssen. "Das Anhörungsverfahren ist aufwendig", erläuterte die Sprecherin. Da die Lkw auf Unternehmen zugelassen seien, müsse erst der Fahrer festgestellt werden.

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Sofern es sich um ausländische Firmen handele, könne der Halter aufgrund fehlender rechtlicher Vereinbarungen oft nicht ermittelt werden.

Durchfahrtsverbot für Lkw über 3,5 Tonnen seit 2016

Die marode Rheinbrücke ist seit 2016 für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt. Ignoriert ein Fahrer das Durchfahrtsverbot, zwingt eine Schranke ihn rechts abzufahren und das Bußgeld wird fällig.

Die Brücke soll neu gebaut werden. Nach Plänen der Autobahn GmbH soll Ende 2023 der erste Teil des Neubaus fertig sein, sodass dann dort auch wieder Lastwagen über den Rhein fahren können.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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