Bibbern in der KVB? Kölner Verkehrsbetriebe treffen Entscheidung zum Stromsparen

Köln – Aufgrund der Energiekrise werden auch die Temperaturen in den KVB-Bahnen gesenkt. Das gab das Unternehmen bekannt. Die Kölner Verkehrs-Betriebe beschlossen noch weitere Änderungen.

Mit den Maßnahmen will das Unternehmen 700.000 Kilowattstunden einsparen.
Mit den Maßnahmen will das Unternehmen 700.000 Kilowattstunden einsparen.  © Matthias Pesch/Kölner Verkehrs-Betriebe AG

In allen Stadtbahnen wird die Temperatur fortan von 19 Grad auf 16 Grad herabgesenkt. Damit antwortet das Unternehmen auf die Energiekrise, die Deutschland fest im Griff hat.

Laut KVB würden Fahrgäste die Auswirkung nicht zu spüren bekommen, da sie "meist warm angezogen" seien und sich nur für einen kurzen Moment in der Bahn befinden. In der Regel würden sie zudem aus einem viel kälteren Außenbereich kommen, heißt es.

Laut KVB können durch die neue Maßnahme in den kommenden drei Monaten rund 700.000 Kilowattstunden eingespart werden. Dieser Verbrauch entspreche dem durchschnittlichen Gesamtbedarf von 47 Wohnhäusern mit jeweils vier Personen.

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Neben den Stadtbahnen wird auch Strom an den Werbeanlagen gespart. Das Unternehmen will alle Anlagen abseits von Haltestellen zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens ausschalten.

An Haltestellen dienen die Werbetafeln oftmals als Lichtquelle, weshalb diese aus Sicherheitsgründen eingeschaltet bleiben.

Weitere stromsparende Maßnahmen

Laut Unternehmen sollen Fahrgäste nichts von den veränderten Temperaturen merken.
Laut Unternehmen sollen Fahrgäste nichts von den veränderten Temperaturen merken.  © Matthias Pesch/Kölner Verkehrs-Betriebe AG

Nicht nur die Werbetafeln werden ausgeknipst. Auch Kunstwerke in U-Bahn-Stationen werden künftig nicht mehr beleuchtet. Der "Ghosttrain" am Heumarkt, welcher lediglich akustisch angekündigt wird, aber nicht wirklich durch die Haltestelle fährt, muss erst einmal abgeschaltet werden.

Zudem wird das Logo der KVB an der Fassade der Hauptverwaltung in Braunsfeld, an verschiedenen Kiosken und weiteren Gebäuden derzeit nicht mehr beleuchtet.

Und auch Teile der Verwaltungsgebäude und Werkstätten, in denen sich nicht permanent Leute befinden, werden laut Meldung der KVB nicht mehr beheizt.

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Insgesamt verbraucht das Unternehmen jährlich 160 Millionen Kilowattstunden Strom. 86 Prozent davon gehen allein für den Stadtbahnbetrieb drauf.

Zum Vergleich: Das Volumen entspricht dem gesamten benötigten Haushaltsstrom einer Stadt mit 100.000 Einwohnern.

Titelfoto: Matthias Pesch/Kölner Verkehrs-Betriebe AG

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