"Big Fritz" ist tot: Köln trauert um Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma (†78)

Von Christoph Driessen

Köln - Der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Fritz Schramma (†78) war von 2000 bis 2009 Oberbürgermeister von Köln.  © Oliver Berg/dpa

Er sei am Montag einer schweren Krankheit erlegen, teilte die Stadt Köln mit. Schramma sei jemand gewesen, dem die Menschen abgenommen hätten, dass das Amt für ihn nie nur ein Beruf, sondern die Erfüllung eines Traums gewesen sei, würdigte ihn der heutige Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD). "Seine innere Haltung und sein Wirken waren und sind heute noch in vielen Bereichen beispielhaft."

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) teilte mit, Schramma habe in einer für Köln wichtigen Zeit Verantwortung übernommen und sich mit Tatkraft und Beharrlichkeit für den Zusammenhalt der Stadt und ihre Zukunft eingesetzt.

"Dabei war ihm der Dialog mit den Menschen immer besonders wichtig", betonte Wüst. "Fritz Schramma stand für eine Politik, die zuhört, vermittelt und unterschiedliche Interessen zusammenführt."

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Schramma stand von 2000 bis 2009 an der Spitze der Millionenstadt. Geboren im Stadtteil Nippes galt "Big Fritz" mit seinem kölschen Dialekt und markanten Schnäuzer als Kölner Original und rheinischer Gemütsmensch, der für seine Jovialität und Volksnähe geschätzt wurde.

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Schrammas Abschied als OB und ein Porträt für die Ewigkeit

Gerhard Richter (94, M.), Fritz Schramma (†78, r.) und der damalige Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (77) im Jahr 2010 im Kölner Rathaus.  © Oliver Berg/dpa

Zu Fall brachte ihn 2009 sein als ungeschickt und widersprüchlich kritisiertes Krisenmanagement nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs.

Der immer etwas hemdsärmelig auftretende Schramma wurde damals kurzzeitig zum Symbol einer Kölner "Mentalität des fahrlässigen Optimismus". Als Konsequenz daraus trat er nicht wieder an.

Schramma, dem immer auch eine gewisse Gewitztheit nachgesagt wurde, hat selbst dafür gesorgt, dass er nicht in Vergessenheit geraten wird. Für die Galerie der Kölner Oberbürgermeister im historischen Rathaus ließ er sich von niemand Geringerem als von dem in Köln ansässigen Maler Gerhard Richter porträtieren, dem höchstdotierten lebenden Künstler überhaupt. 

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Von der Deutschen Presse-Agentur damals danach gefragt, ob er sich auf diese Weise pfiffig einen Platz in der Geschichte gesichert habe, antwortete er lächelnd: "Ich lass das so stehen."

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