Stadt Köln stoppt Einbürgerungsprozesse - Zu wenig Personal!

Köln - Die Stadt Köln hat Einbürgerungsprozesse vorerst gestoppt! Grund für den radikalen Schritt sind fehlende Kapazitäten in den Behörden.

Insgesamt erwartet die Stadt Köln rund 10.000 Einbürgerungsanträge im Jahr 2024 - zu viele für die knappen Personal-Kapazitäten. (Symbolbild)
Insgesamt erwartet die Stadt Köln rund 10.000 Einbürgerungsanträge im Jahr 2024 - zu viele für die knappen Personal-Kapazitäten. (Symbolbild)  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Am 26. Juni tritt in Deutschland ein neues Gesetz in Kraft, das die Einbürgerung von Ausländern erheblich vereinfachen soll.

Daher geht die Stadt davon aus, dass allein in diesem Jahr die Zahl an Einbürgerungsanträgen auf etwa 10.000 ansteigen wird. 2022 hatten noch etwa 3000 Anträge vorgelegen, 2023 waren es 3800.

Weil die Stadt nach eigenen Angaben allerdings nicht genügend Zeit hatte, sich auf das neue Gesetz vorzubereiten, seien nun zu wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kölner Ausländeramt vorhanden, um die Vielzahl an Anträgen bearbeiten zu können.

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"Wir bitten um Entschuldigung, dass das im Moment nicht immer möglich ist und wir bitten alle um Geduld, bis wir uns so aufgestellt haben, dass wir wieder den Service leisten können, den wir auch bieten möchten", meint Stadtsprecherin Simone Winkelhog.

Kölner Ausländeramt sucht händeringend nach neuem Personal

Aktuell sucht das Ausländeramt in Köln daher auch händeringend nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insgesamt soll die Zahl auf 90 Angestellte verdreifacht werden.

Voraussichtlich ab September sollen dann auch wieder Termine vergeben werden, an denen Menschen ihre Einbürgerungsanträge stellen können.

Titelfoto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

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