Köln - Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden auf den Kölner Autobahnen in den nächsten Wochen neue Blitzer installiert. Hier erfahrt Ihr, wo.
Im Zuge der Installation einer Schrankenanlage vor der Anschlussstelle Klettenberg (A4) hat die Autobahn GmbH beschlossen, dass wegen der temporären Verkehrsführung in Fahrtrichtung Olpe die Geschwindigkeit überprüft werden soll.
Der Streckenabschnitt vor der Schrankenanlage wird aufgrund der straßenbaulichen Engpässe als Gefahrenstelle eingestuft. Aus diesem Grund werden dort zwei Messsäulen errichtet: Eine Säule wird die rechte und mittlere Fahrspur abdecken, eine zweite die linke.
Eine Überwachung aller drei Fahrspuren durch nur eine Messsäule sei an der Stelle technisch nicht möglich, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte. Mit Strom versorgt werden die Installationen durch die Netzstromanlage der Schrankenanlage.
Voraussichtlich schon Ende September 2026 sollen die neuen Blitzer nahe "Eifeltor" in Betrieb gehen. Die Anlage wird analog zu den bereits vorhandenen Systemen bis 28. Februar 2027 gemietet. Kostenpunkt für sechs Monate: 49.600 Euro.
Statt Tempo 50: Blitzer messen unfassbare Höchstgeschwindigkeiten
Im vierten Quartal soll dann auch die Anlage im Herkulestunnel in Betrieb gehen. Der Tunnel ist die Verbindung der A57 zur Innenstadt. In dem Bereich ist es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, zwei endeten in den vergangenen zwölf Monaten tödlich.
Unfallursache war in fast allen Fällen überhöhte Geschwindigkeit. Bei Radarmessungen Richtung Innenstadt wurde eine Verstoßquote von fast 77 Prozent festgestellt, der traurige Spitzenreiter war mit 206 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 50 unterwegs.
Richtung Autobahn lag die Quote mit knapp 88 Prozent sogar noch höher, die Top-Geschwindigkeit betrug hier satte 220 Kilometer pro Stunde. Auch deshalb hat die Unfallkommission Köln die Aufstellung der Radarfallen im Bereich Herkulestunnel ausdrücklich befürwortet.
Die Blitzer werden in Richtung A57 Höhe Ausfahrt Ehrenfeld und in Richtung Innenstadt im Tunneleingang installiert.
Mit Strom versorgt werden sie zunächst über Brennstoffzellen, die bis 28. Februar 2026 gemietet werden. Die Kosten liegen hier bei 149.000 Euro.