Tunnel unter dem Rhein bei Köln: Das ist der Plan der Autobahn GmbH

Köln/Bonn - Zur Entlastung des Straßenverkehrs zwischen den Ballungsräumen Köln und Bonn plant die Autobahn GmbH des Bundes einen Tunnel unter dem Rhein.

Unter dem Rhein könnte in einigen Jahren ein Tunnel entstehen und die auf beiden Seiten des Rheines gelegenen Autobahnen A555 und A59 verbinden. (Symbolbild)
Unter dem Rhein könnte in einigen Jahren ein Tunnel entstehen und die auf beiden Seiten des Rheines gelegenen Autobahnen A555 und A59 verbinden. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Dieser Vorschlag, die sogenannte Rheinspange 553, wurde am Mittwoch vorgestellt. Die insgesamt knapp acht Kilometer lange Trasse soll die auf beiden Seiten des Rheines gelegenen Autobahnen A555 und A59 verbinden und den Verkehr entlasten.

Bislang gibt es zwischen der Rheinbrücke Rodenkirchen im Süden von Köln und der Bonner Nordbrücke keine Verbindung zwischen beiden Seiten des Rheines. Die voraussichtliche Bauzeit der Rheinspange soll acht Jahre dauern. Die Kosten werden auf 1,145 Milliarden Euro geschätzt. Der Tunnel soll drei Kilometer lang sein.

Eine Sprecherin der Autobahn-Gesellschaft sagte, diese Variante sei unter zwölf verschiedenen ausgesucht worden. Die Rheinspange habe mit Blick auf Umwelt, Verkehr, Verkehrsanlage und Wirtschaftlichkeit am besten abgeschnitten.

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"Als Tunnelvariante vermeidet sie insbesondere viele Konflikte mit Mensch und Natur", erklärte die Autobahn-Gesellschaft.

Sie habe keine schwerwiegenden Eingriffe in Wohn- und Gewerbegebiete zur Folge und durchschneide keine Fauna-Flora-Habitat- oder Wasserschutzgebiete.

Tunnel soll übrige Straßen und Brücken entlasten

Die Autobahn-Gesellschaft plant ab Anfang März eine Online-Infomesse, um über das Vorhaben und den fachlichen Abwägungsprozess zu informieren.

Der Regionalrat für den Regierungsbezirk Köln forderte, Planung und Bau müssten mit hohem Tempo weitergehen, nachdem die Vorzugsvariante vorliege. Eine zusätzliche Rheinquerung sei absolut notwendig.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg erklärte, man sei erleichtert, dass "nun endlich" die Vorzugsvariante des Streckenverlaufs für die neue Rheinquerung bei Wesseling feststehe. Die Stadt Wesseling erklärte, sie behalte sich rechtliche Schritte vor.

"Die vorhandenen Rheinbrücken sind der 'Flaschenhals' im Straßennetz und für deutlich geringere Verkehrsmengen und Belastungen ausgelegt, als sie längst Realität sind", erklärte die Bonner IHK und forderte eine beschleunigte Fertigstellung.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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