Wegen Inflation: Weniger Kamelle in NRW-Karnevals-Hochburgen beim Rosenmontagszug

Köln/Düsseldorf/Aachen - Wer am Rosenmontagszug am Wegesrand steht, könnte in diesem Jahr etwas weniger Kamelle bekommen als noch vor einigen Jahren.

Konfetti und Kamelle nach dem Rosenmontagsumzug: Dieses Jahr dürften weniger Süßigkeiten geschmissen werden.
Konfetti und Kamelle nach dem Rosenmontagsumzug: Dieses Jahr dürften weniger Süßigkeiten geschmissen werden.  © Ina Fassbender/dpa

Denn weil Süßigkeiten teurer geworden sind, haben einige Zugteilnehmer nicht so viel dabei wie früher. Allerdings ist die Lage nicht einheitlich: Manche Gesellschaften nehmen die Mehrkosten in Kauf und wollen ähnlich viel Kamelle in die Menge werfen wie früher.

Gesamtzahlen für den Rückgang an Karnevals-Süßigkeiten gibt es nicht, da die unterschiedlichen Karnevalsgesellschaften diese einzeln bestellt haben.

Einige Kölner Gesellschaften betonen, dass sie trotz gestiegener Preise gleich viel Süßigkeiten und etwa Blümchen verteilen wollen, schließlich sei es ein Jubiläumsjahr. Gefeiert werden 200 Jahre organisierter Kölner Karneval.

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Bei der Grossen Braunsfelder Karnevalsgesellschaft aus Köln hat die Fußgruppe beim Rosenmontagszug zehn Prozent weniger Kamelle bestellt.

Auf dem Umzugswagen liegt hingegen gleich viel Wurfmaterial wie 2020. Es geht nicht nur um Süßes, sondern auch um Stofftiere und Blumen.

Wurfmaterial etwa 30 bis 40 Prozent teurer als vor Corona

Es sei etwas weniger geworden, heißt es zum Beispiel auch von der Düsseldorfer Karnevalsgesellschaft Weissfräcke. Laut Comitee Düsseldorfer Carneval ist das süße Wurfmaterial 30 bis 40 Prozent teurer als 2020, also beim letzten Karneval vor der Corona-Pause.

Der Festausschuss Aachener Karneval bestätigt, dass der Einkauf der Süßigkeiten teurer geworden sei. Es gebe sicherlich einige Gruppen und Vereine, die deswegen weniger eingekauft haben, sagt der Präsident des Ausschusses, Frank Prömpeler.

Titelfoto: Ina Fassbender/dpa

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