Zahlen belegen: Glutofenhitze und wenig Regen bescherten NRW Jahrhundertsommer

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Von Marc Herwig

Essen - Trocken, heiß und in jeder Hinsicht rekordverdächtig: Der Sommer 2026 in Nordrhein-Westfalen geht als ein Jahrhundertsommer in die Statistik des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein.

Der Rheinturm in Düsseldorf spiegelt sich bei niedrigem Wasserstand auf dem Rhein in einer Lache.
Der Rheinturm in Düsseldorf spiegelt sich bei niedrigem Wasserstand auf dem Rhein in einer Lache.  © Federico Gambarini/dpa

Mit 19,5 Grad war es von Juni bis August im Schnitt 3,2 Grad wärmer als im langjährigen Klimamittel. Damit seien die vergangenen Monate "auf Augenhöhe mit dem bisherigen Rekordsommer 2003", teilten die Meteorologen nach Auswertung vorläufiger Daten mit.

Dabei ging es so extrem zu wie noch nie: 20 heiße Tage mit mehr als 30 Grad und fünf sehr heiße Tage mit mehr als 35 Grad hat der DWD in NRW gemessen. Beides sind neue Rekorde für das Bundesland.

Noch nie seit Beginn der professionellen Messungen 1881 wurden so viele heiße Tage registriert. Der Spitzenwert von 40,2 Grad wurde zweimal gemessen: am 26. Juni in Tönisvorst und einen Tag später am 27. Juni in Weilerswist-Lommersum.

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Die Hitze ist das eine, der fehlende Regen ist für die Natur noch viel schlimmer: Mit 154 Litern pro Quadratmeter seien lediglich 64 Prozent des üblichen Sommerniederschlags gefallen.

Die Folge: Historische Niedrigwasserstände am Rhein und eine Reihe kleiner und großer Waldbrände im Land.

August bleibt trotz der Schauer zum Schluss heiß und trocken

Satte 728 Stunden schien in diesem Sommer in NRW die Sonne. Durchschnittlich liegt der Wert bei 554 Stunden.
Satte 728 Stunden schien in diesem Sommer in NRW die Sonne. Durchschnittlich liegt der Wert bei 554 Stunden.  © Thomas Warnack/dpa

Viel schien die Sonne: Etwa 728 Sonnenstunden ermittelten die Meteorologen für Nordrhein-Westfalen. In einem durchschnittlichen Sommer scheint die Sonne lediglich 554 Stunden.

Selbst der August, der zuletzt kühlere Temperaturen und einige kräftige Schauer brachte, bleibt unter dem Strich deutlich zu warm und etwas zu trocken.

Für seine Sommer-Bilanz nutzt der Deutsche Wetterdienst die vorläufigen Daten seiner bundesweit rund 2000 Messstationen.

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Der Blick auf andere Regionen in Deutschland zeigt auch, dass das Wetter dort teilweise noch extremer war. Die größte Hitze erlebten die Regionen im Südwesten.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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