Ohne Lappen, aber mit Rucksack voller Einbruchswerkzeug und Drogen im Blut: Polizei schnappt dreisten Autodieb
Leipzig - Ein 27-Jähriger hat in Leipzig über mehrere Tage hinweg für Aufruhr gesorgt. Am Ende klickten für den Autodieb aber die Handschellen.
Wie Polizeisprecher Moritz Peters mitteilte, klaute der Deutsche zunächst am 9. September die Handtasche samt Autoschlüssel einer 38-Jährigen in einem Hotel im Leipziger Zentrum.
Als die Frau am Nachmittag in die Tiefgarage ging, folgte der Schock: Ihr gelber Mazda CX-5 war spurlos verschwunden!
Zwei Tage später meldete sich dann ein 47-Jähriger bei der Polizei. "An seinem ebenfalls gelben Mazda CX-5 waren im Stadtteil Zentrum-West in einem Parkhaus die Kennzeichen entwendet und gegen andere ausgetauscht worden", so Polizeisprecher Peters. "Die gestohlenen Kennzeichen wurden daraufhin zur Fahndung ausgeschrieben und eine Anzeige wegen Diebstahls aufgenommen."
Das wurde dem Täter nur wenige Stunden später zum Verhängnis.
Polizei stellt den Autodieb im Leipziger Osten
Gegen 14 Uhr entdeckten Beamte den gelben Mazda mit den frisch zur Fahndung ausgeschriebenen Kennzeichen nämlich im Stadtteil Volkmarsdorf und stoppten den Wagen.
Bei der Kontrolle erkannten die Polizisten den 27-jährigen Fahrer anhand der Videoaufzeichnungen aus dem Hotel-Parkhaus wieder. Eine Überprüfung des Fahrzeugs bestätigte den Verdacht: Es handelte sich tatsächlich um den zwei Tage zuvor gestohlenen Mazda der 38-jährigen Frau.
Doch damit nicht genug: Die Beamten stellten zudem fest, dass der Autodieb nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins war und einen Rucksack voller Einbruchswerkzeuge dabeihatte. Ein Drogentest schlug dann auch noch positiv auf Amphetamine und Cannabis an.
Während der Kriminaldauerdienst die Spuren am Auto sicherte und die rechtmäßige Eigentümerin ihren Wagen wieder abholen konnte, ging es für den Tatverdächtigen direkt zur Dienststelle. Am Samstag bestätigte ein Haftrichter dann den Haftbefehl – der Mann wanderte umgehend in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Bildmontage/Mazda/dpa/Soeren Stache/dpa

