Leipzig - Das sieht man auch nicht alle Tage: Am Leipziger Flughafen ging dem Zoll in der Nacht auf Freitag eine Sendung mit mehr als 30 Pythonhäuten ins Netz.
Diese waren offenbar auf dem Weg von Indonesien nach Albanien, so stand es zumindest auf den Versandunterlagen, berichtete das Hauptzollamt Dresden am Freitag.
Demnach hatte ein Artenschutzspürhund bei dem Paket angeschlagen, das mit einem Gewicht von 13 Kilo und einem Warenwert von rund 160 US-Dollar ausgewiesen war. Der angebliche Inhalt: eine Modejacke und Batikstoff aus Baumwolle.
Beim Öffnen des Pakets folgte die Überraschung: "Tatsächlich fanden die Beamten blau, rot und schwarz eingefärbte Tierhäute mit einer Länge von 340 bis 450 Zentimetern sowie vier weitere Stoffstücke", so der Sprecher.
Entsprechende artenschutzrechtliche Dokumente für den Transit in der EU hätten bei den Häuten, die ein für Pythonleder typisches Muster aufwiesen, allerdings gefehlt. Und so wurden sie beschlagnahmt.
Ob den Zoll-Beamten verdächtige Personen bekannt sind, wurde nicht bekannt.
Python-Schlangen unterliegen artenschutzrechtlichen Handelsbeschränkungen - es sind Genehmigungen und Dokumente dafür erforderlich. Wer zuwiderhandelt, muss mit hohen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen rechnen.