Leipzig - Die Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Leipzig soll im nächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen.
Sachsen arbeitet derzeit an einem Vertrag mit Yad Vashem, sagte Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) am Dienstag bei einem Besuch der künftigen Bildungsstätte im Ariowitsch-Haus in Leipzig.
Der Freistaat sieht vor, die Bildungsarbeit mit fünf Millionen Euro pro Jahr zu unterstützen. Clemens: "Wir sehen, dass wir in Ostdeutschland besondere Herausforderungen beim Antisemitismus haben."
Die jüngste Entscheidung des Heidenauer Stadtrates gegen die Verlegung sogenannter Stolpersteine nannte Clemens unsäglich. Umso wichtiger ist seiner Ansicht nach, "diese Bildungsarbeit zu machen".
Yad Vashem hatte im Mai bekannt gegeben, ihren ersten Ableger außerhalb Israels in Deutschland einzurichten.
In München soll ein Bildungszentrum entstehen. Leipzig bekommt eine Außenstelle davon mit interaktiven Lernräumen für junge Menschen sowie Lehrkräfte.