Wilde Moshpits und Wikinger-Schlachten: Metal-Gewitter bringen Leipzig zum Beben
Von Christian Grube
Leipzig - "Willkommen in Valhalla!" Mit diesen Worten begrüßt Johan Hegg (53) die vollbesetzte Quarterback Immobilien Arena in Leipzig. Was folgt, sind knapp zwei Stunden Metal der härteren Gangart. Amon Amarth liefern ein Brett nach dem anderen.
Die Schweden haben ihr aktuelles Album "The Allfather Awakens" im Gepäck. Es nimmt einen großen Teil der Setlist ein. Doch auch ältere Hits kommen nicht zu kurz.
Schon früh ertönt "Death in Fire". Mit dem Song gelang der Band einst der Durchbruch in Deutschland. Heute gehören Amon Amarth zu den festen Größen der internationalen Metal-Szene. Auf Festivals wie Wacken sind sie regelmäßig zu Gast.
Vor der Bühne geht es ordentlich zur Sache. Ein Moshpit jagt den nächsten. Die Security hat alle Hände voll zu tun. Immer wieder müssen Crowdsurfer aus der Menge gehoben werden. Das Leipziger Publikum feiert die Band vom ersten Ton an.
Auch klanglich stimmt an diesem Abend alles. Der Sound ist druckvoll und klar. Gitarren, Bass und Schlagzeug kommen bestens zur Geltung. Die Show lebt dabei vor allem vom Wikinger-Mythos.
Immer wieder betritt ein Wikinger die Bühne. Es folgen Kämpfe und martialische Einlagen. Das Bühnenbild ist dementsprechend passend. Amon Amarth machen aus ihrem Konzert eine Reise in die nordische Sagenwelt.
Amon Amarth überraschen in Leipzig mit ungewohnt sanften Tönen
Für eine Überraschung sorgt ein Akustikset. Die E-Gitarren verschwinden kurz von der Bühne. Stattdessen gibt es ruhigere Töne. Ein ungewöhnlicher Moment für ein Metal-Konzert. Der Stimmung schadet das nicht. Das Publikum bleibt voll dabei.
Natürlich dürfen auch die großen Klassiker nicht fehlen. Bei "Shield Wall" und "Raise Your Horns" gibt es in der Arena kein Halten mehr. Die Fans singen und feiern jede Zeile. Auch "For Victory or Death" sorgt für Begeisterung.
Frontmann Johan Hegg treibt die Menge immer wieder an. Er wirkt dabei bodenständig und nahbar. Die Band liefert eine starke Show und lässt das Publikum kaum zur Ruhe kommen.
Nach knapp zwei Stunden ist die Reise nach Valhalla vorbei. Zurück bleiben zufriedene Fans, verschwitzte Shirts und jede Menge heisere Stimmen.
Titelfoto: Montage: Christian Grube
