Leipziger lieben Süßigkeiten - doch Bezahlung in der Branche lässt laut Gewerkschaft zu wünschen übrig

Leipzig - In Leipzig werden jährlich 7764 Tonnen Schokolade konsumiert. Doch laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind die Löhne in der Süßwarenindustrie nicht besonders schmackhaft.

Schokolade schmeckt (fast) jedem. Doch das kann man laut der NGG nicht von den Löhnen in der Branche behaupten.
Schokolade schmeckt (fast) jedem. Doch das kann man laut der NGG nicht von den Löhnen in der Branche behaupten.  © PR/NGG

Nach Erhebungen der Gewerkschaft lässt sich jeder Leipziger und jede Leipzigerin im Schnitt jährlich 12,9 Kilo Schokolade schmecken, also rund zweieinhalb Tafeln pro Woche!

Insbesondere Schoko-Hasen laufen in den Fabriken wie verrückt vom Fließband, mehr noch als Schoko-Weihnachtsmänner. Damit bei der Produktion alles rund läuft, kümmert sich die NGG um die Rechte der Angestellten: "Dazu gehört vor allem auch der Lohn. Den müssen die Arbeitgeber jetzt allerdings deutlich nachsüßen", so die Lohn-Plus-Forderung.

NGG-Geschäftsführer Christian Ullmann möchte für Süßwarenindustrie-Mitarbeitende an den Bändern und in den Lagern 500 Euro mehr Monatslohn erwirken, für Arbeitnehmer in höheren Positionen 400 Euro und für Azubis 200 Euro mehr.

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"Ziel ist ein Lohn-Plus mit 'sozialem Augenmaß'", hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. "Deshalb ist es auch wichtig, in schmalere Lohntüten mehr reinzupacken." Dies gelte nicht nur für die Schokoladen-, sondern auch für die Keks-, Eis,- oder Gummibärchen-Produktionen.

Mitte April will sich die NGG deshalb mit den "großen Namen" der Industrie wie Ferrero, Lindt und Haribo zusammensetzen und bundesweit über höhere Löhne verhandeln.

Titelfoto: PR/NGG

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