Leipzig - Fußgänger und Radfahrer in Leipzig-Grünau müssen sich ab dem kommenden Frühjahr auf einen längeren Umweg einstellen: Weil eine 44 Jahre alte Brücke an der S-Bahn-Haltestelle Grünauer Allee gravierende Schäden aufweist, muss sie für ein halbes Jahr gesperrt werden. Eine Behelfsbrücke wird es nicht geben, die wäre der Stadt zu teuer.
Im April 2027 sollen die Sanierungsarbeiten beginnen, informiert die Stadt. Für rund 1,63 Millionen Euro werden das Brückenbauwerk, die Rampen und die Treppenanlagen saniert. Neue Geländer mit einer Höhe von 1,30 Metern kommen ebenfalls an die Fußgängerbrücke.
Dies sei auch bitter nötig, denn die Ergebnisse einer routinemäßigen Bauwerksprüfung sind besorgniserregend: In mehreren Bereichen ist Wasser eingedrungen, welches auf lange Sicht die Tragfähigkeit der Brücke beeinflussen kann.
"Schäden am Fahrbahnbelag und an den Geländern schränken zudem die Verkehrssicherheit stark ein", so die Stadt.
Wer die Brücke regelmäßig nutzt, wird sich auf einen ziemlichen Umweg einstellen müssen. Da für eine Behelfsbrücke das Geld fehlt, wird lediglich eine Umleitung mittels Rampen eingerichtet.
Das führt dazu, dass ein zusätzlicher Weg von etwa 500 Metern auf die Fußgänger und Radfahrer zukommt. Die Umleitung führt über die Brünner Straße.
Eine Sperrung erfolgt über die gesamte Dauer der Bauarbeiten für voraussichtlich sechs Monate.