Leipzig - Knapp eine Woche nachdem die AfD die meisten Stimmen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bekommen hat, gingen schätzungsweise tausende Menschen in Leipzig dagegen auf die Straße.
Unter dem Motto: "Zeit zum Handeln: AfD stoppen" hatten mehrere Bündnisse, darunter "Leipzig nimmt Platz", "Omas gegen rechts", "Widersetzen Leipzig" und "Hand in Hand Leipzig" zu der Demonstration aufgerufen.
Laut den Veranstaltern folgten mehr als 5000 Menschen diesem Aufruf. Sicher verifizieren lassen sich diese Zahlen noch nicht.
Die Veranstalter schrieben vorab auf Social Media, dass es nun "eine starke Zivilgesellschaft" brauche und forderten: "Alle Parteien müssen weiterhin jede Kooperation mit den Rechtsextremen ausschließen".
Bei der Demonstration ging es demnach auch darum, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in die Pflicht zu nehmen. Die Partei will in Sachsen-Anhalt mit der AfD Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit führen.
Außerdem gibt es die Befürchtung, dass sie Ulrich Siegmund (35, AfD) zum Sieg verhelfen könnten, indem sie sich bei der Wahl zum Ministerpräsidenten enthalten.
Die Leipziger Punkband "100 Kilo Herz" und der Musiker "Schraubenyeti" unterstützten die Demonstration musikalisch. Es gab Redebeträge unter anderem von Aktivist Jakob Springfeld (24) und von Pfarrer Christian Wolff (76), der vor seinem Ruhestand an der Thomaskirche zu Leipzig tätig war.