Große Halle zu klein: Bundesligist muss vor jedem Heimspiel Strafe zahlen
Von Lutz Brose
Leipzig - Der Aufstieg ist geschafft, doch für Leipzigs Handball-Frauen gibt es direkt die nächste Hürde: Weil die heimische "Brüder-Hölle" die Vorgaben der 1. Bundesliga nicht erfüllt, muss der HC Leipzig für jedes Heimspiel tief in die Tasche greifen. Ausgerechnet zum Saisonstart gegen Borussia Dortmund wird deshalb in Markranstädt gespielt.
Neun Jahre hatte es gebraucht, damit sie wieder in der 1. Bundesliga spielen dürfen. Doch die Freude beim HC Leipzig ist derzeit getrübt.
Wie jetzt bekannt wurde, muss der Club vor jedem Heimspiel 2500 Euro "Strafe" zahlen. Nach den Standards der Liga müssen alle Hallen eine beidseitige Tribüne mit mindestens fünf Reihen und einer Kapazität von 1500 Plätzen aufweisen.
Deswegen muss der HC Leipzig seine geliebte "Brüder-Hölle" verlassen und trägt seine Heimspiele zukünftig im wesentlich größeren "Sportcenter Markranstädt" aus.
Doch dort fehlen 116 Plätze, um die Vorgaben zu erfüllen. Das erste Heimspiel findet am 29. August gegen die Vizemeisterinnen von Borussia Dortmund statt.
Die Handball-Frauen könnten aber irgendwann wieder in Leipzig spielen.
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Gerade erst hat das sächsische Kabinett die Bereitstellung von 60 Millionen Euro Fördermitteln für den Arena-Ausbau und den Neubau einer Ballsporthalle am Sportforum beschlossen. Ein Termin für den Baubeginn steht freilich noch nicht fest.
Titelfoto: Montage: Lutz Brose
