Hier legen Euch die Stadtwerke den Ladestrom zu Füßen: Doch dann klaut ihnen jemand den Platz
Von Lutz Brose
Leipzig - Jetzt stehen in der Messestadt sogar die Bordsteine "unter Strom". In einem Pilotprojekt bieten die Stadtwerke Leipzig ab sofort am Alten Amtshof und in der Querstraße in der Nähe des City-Rings das E-Tanken per Ladebordstein an.
"Wir wollen damit erfahren, wie das System im Alltag läuft, wie es bei den Kunden in Leipzig ankommt", sagt Benjamin Engelmann, Projektleiter E-Mobilität bei den Leipziger Stadtwerken.
Offenbar besser als erwartet. Für den Pressetermin am Donnerstag sollte ein Stadtwerk-Fahrzeug an der neuen Ladestation (2x bis zu 22 kW) platziert werden, doch die war schon längst belegt.
Die Technik hat sich in anderen Städten bereits bewährt, denn die Ladebordsteine eignen sich gerade für Stadträume, in denen nicht viel Platz ist. Die Systeme kommen vom Marktführer Rheinmetall und bieten mehrere Vorteile.
Sie bringen nur kleines zusätzliches Technik-Mobiliar in die Städte, verhindern damit Probleme mit Restgehwegbreiten oder Überbauverboten von Versorgungsleitungen und tangieren den Denkmalschutz nicht.
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Ob noch weitere Bordsteine installiert werden, entscheidet sich nächstes Jahr
Laut Engelmann ist die Technik robust, einfach zu installieren und zu warten. Im Winter verhindert eine Begleitheizung das Zufrieren.
Zudem ist sie einfach zu bedienen, allerdings für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nur bedingt geeignet.
Die Stadtwerke Leipzig betreiben in der Stadt und in der Region über 900 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Die Gesamtzahl im Versorgungsnetz beläuft sich auf mehr als 1900 Ladepunkte. Rund 56 der öffentlich zugänglichen Ladestationen sind als Schnelllader ausgelegt.
Der Testlauf der neuen Ladeinfrastruktur erfolgt bis 2027. Danach soll entschieden werden, ob noch mehr Ladebordsteine in der City installiert werden.
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Brose

